Das CDU-kritische YouTube-Video von Rezo ist in aller Munde und bringt vor allem junge Leute gegen die Partei auf. Was ist dran an der Kritik? Wir fragten nach bei Christoph Ploß, dem jüngsten Hamburger Abgeordneten, der je direkt in den Bundestag gewählt wurde.

ALSTERTALPLUS.de: Wie bewerten Sie das Video insgesamt?

Christoph Ploß: Das Video ist ein Versuch, durch extreme Zuspitzungen und Unterschlagungen von Fakten zu provozieren und zu polarisieren. Zahlen werden aus dem Zusammenhang gerissen; viele Behauptungen und Vorwürfe Rezos beruhen auf Unvollständigkeit. Rezo meint, es gebe „nur eine legitime Einstellung“ – nämlich seine eigene. Eine solche Auffassung ist in einer Demokratie brandgefährlich.

Rezo behauptet, die CDU würde Politik gegen die Interessen junger Menschen machen. Sehen Sie als junger Mensch das genauso? Und welche Schlussfolgerungen ziehen Sie daraus?

Die CDU setzt auf viele Themen, welche für junge Menschen wichtig sind. Deswegen bin ich u.a. Mitglied der CDU geworden. Ein Beispiel: Bildung steht bei uns auf der Prioritätenliste weit oben; deswegen schneiden die CDU-regierten Bundesländer hier auch besser ab als andere. Ein anderes Beispiel: Dass die Schuldenbremse ins Grundgesetz kommt, ist der CDU zu verdanken. Dadurch bekommen gerade die jüngeren Menschen nicht mehr Schuldenberge hinterlassen, sondern haben selbst Gestaltungsmöglichkeiten. Gleichzeitig zeigt das Video, wie stark sich die politische Kommunikation mittlerweile ins Internet verschoben hat: Viele Debatten werden heute online initiiert und verbreiten sich rasant. Alle politischen Parteien müssen dort zulegen, wenn sie insbesondere jüngere Menschen ansprechen wollen. Als junger Bundestagsabgeordneter bin ich deswegen auch auf Facebook, Instagram und Twitter aktiv.

Sie selbst veröffentlichen auch desöfteren Videos auf diversen Social-Media-Portalen. Ist ein Antwort-Video schon in Arbeit?

Nein.

 


 

Anzeigen-Spezial

Schreiben Sie einen Kommentar