Man nennt ihn „kaiserliches Gemüse“ oder auch „weißes Gold“. Die Rede ist von einem Lebensmittel, das auch bei uns im Alstertal gerade einmal 7 Wochen im Jahr frisch auf den Tisch kommt: Der weiße Spargel. Doch wussten Sie, dass er nicht nur schmeckt, sondern seit Jahrhunderten auch als Heilpflanze Verwendung findet? Hier einige faszinierende Fakten über das heilige Gemüse!

Spargel an sich ist sehr kalorienarm. 100 Gramm gekochter Spargel hat gerade einmal 13 Kalorien und eignet sich somit hervorragend für jeden Diät- oder Ernährungsplan. Das fiese Kalorienmonster nennt sich Sauce. Zerlaufene Butter oder Sauce Hollandaise, beides treibt den Kaloriengehalt mächtig in die Höhe.

Achtung, Giftig!
Keine Sorge, das Gemüse ist in keiner Weise giftig. Sie können es sogar roh verzehren und müssen sich keine Sorgen um Ihre Gesundheit machen. Die roten Beeren des Spargellaubes gelten aber als gering giftig und können bereits nach kleinem Konsum Erbrechen und Übelkeit  auslösen. Die Informationszentrale für Vergiftung am Zentrum für Kinderheilkunde des Bonner Uniklinikums rät in diesem Fall das Trinken von viel Flüssigkeit, wie beispielsweise Tee oder Wasser.
Der Begriff für die seltsame Angst vor dem edlen Lebensmittel lautet Spargarophobie, es gibt sie wirklich.
Für viele Liebhaber ist die Spargelsaison, die am 24. Juni ihr Ende findet, zu kurz. Zum Glück gibt es hierfür eine einfache Lösung, um zumindest bis Weihnachten dem weiteren Genuss nachgehen zu können, denn Spargel lässt sich ein halbes Jahr lang einfrieren. Wichtig ist hierbei allerdings, die Stangen bereits vorher zu schälen und gefroren, nicht aufgetaut, in den Kochtopf zu befördern.
Die Römer!
Ein römischer Staatsmann und Feldherr, Cato Porcius der Ältere, beschreibt seine Erfahrungen für die Kultivierung und den professionellen Anbau von grünem Spargel. Das Buch wurde fast zweihundert Jahre vor der Geburt Christus geschrieben und heißt „De agri cultura“, somit waren wohl bereits die alten Römer schon Spargel-Fans.
Der größte Spargelproduzent ist China, fast die ganze Produktion ist für den Export bestimmt, denn die Chinesen selbst sind nicht so fasziniert von den weißen Stangen. Dort gibt es ca. 30 Sorten, insgesamt gibt es ungefähr 300 Arten von Spargel. Die größten Anbauflächen bei uns in Deutschland befinden sich übrigens in Niedersachen.
Heilpflanze
Schon lange bevor der Spargel als Lebensmittel geschätzt wurde, fand er als Heilpflanze seine Verwendung. Zum Beispiel bei Husten oder Blasenproblemen wurden verschiedenste wildwachsende Spargelarten in u.a. China und Ägypten angewandt. Hierfür verwendete man alle Pflanzenteile, vor allem die Wurzeln, aber auch die Blätter, Blüten, Beeren und Sprosse. Dass Spargel einen entwässernden Effekt hat, ist bekannt. Durch die Aminosäure wird die Nierentätigkeit angeregt, wodurch die Wasserausscheidung unterstützt wird. Deshalb wird der Spargel in der traditionellen Heilkunde auch gerne bei Blasenentzündungen in Form einer Durchspülungstherapie genutzt, was die Bildung von Nierengriess verhindern soll. Personen mit Nierenleiden oder eingeschränkter Herz- & Nierenfunktion sollten auf größere Spargelmengen allerdings besser verzichten oder hierzu ihren Arzt oder Heilpraktiker befragen. Spargel besitzt einen hohen Anteil an Glutathion. Glutathion zählt zu den stärksten Antioxidatien, es ist sehr hilfreich bei der Entgiftung von Schadstoffen.
Quietsch-Test
Ohren und Augen auf beim Einkauf! Ob Spargel wirklich frisch ist, erkennt man am Geräusch, denn  reibt man zwei frische Spangen aneinander, quietschen sie nämlich! Wenn Sie den Spargel im Kühlschrank lagern möchten, wickeln Sie das Produkt in ein feuchtes Küchentuch ein, so hält er sich gut zwei bis drei Tage.

 


 

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