Statt dem jahrzehntelang geplanten Stadtpark soll auf dem Stormarnplatz in Ahrensburg jetzt ein Parkplatz entstehen! Die entscheidende Abstimmung findet am Montag statt. Bürger und Vereine rufen zu Gegenmaßnahmen auf!

Für den Stormarnplatz in Ahrensburg wird schon seit etwa 60 Jahren ein Stadtpark geplant. Doch die Lokalpolitik ist nun gewillt, diese letzte Grünfläche in der Innenstadt aufzugeben und für einen Parkplatz zu opfern. Über den vom Bau- und Planungsausschuss genehmigten Antrag für dieses Vorgehen wird am Montag, 24.06. im Umweltausschuss und in der anschließenden Stadtverordnetenversammlung abgestimmt.

„Das Ahrensburger Stadtbild kann es sich nicht leisten, so zu handeln“, sagt Aktivist Steffen Kahl. „Die Große Straße bietet nur Schotter und der Rest der Innenstadt ist gepflastert. Der Stormarnplatz ist die einzige verbleibende begrünte Fläche, auf der man sich beispielsweise nach Feierabend noch entspannen kann. Täglich trifft sich dort Jung und Alt aus den umliegenden Jugend- und Seniorenzentren und spielen Fußball oder genießen die Atmosphäre. Diese Naherholungsfläche wäre verloren. Mit einem Parkplatz, auch wenn dieser nur vorübergehend sein soll, würde außerdem der Autoverkehr in der Innenstadt wieder gefördert werden. Ist das, besonders im Lichte des wachsenden Umweltbewusstseins, vertretbar? Sollten wir nicht viel eher auf eine autofreie Innenstadt hinarbeiten?“

Die Benutzung des Stormarnplatzes als Parkplatz wird nach Ansicht der Gegner die Errichtung eines Parks deutlich erschweren, da der Boden durch diese Baumaßnahme in Mitleidenschaft gezogen und weniger fruchtbar wird. Obwohl die Alternative besteht, auf dem vorhandenen Parkplatz neben der Jugendeinrichtung ,,JuKi 42“ ein Parkhaus zu bauen, haben WAB, CDU und die Grünen für die Verunstaltung dieser wertvollen Freifläche gestimmt.

Der Kinder- und Jugendbeirat hat dazu eine Stellungnahme verfasst, die dieses Problem sehr gut ausführt:

Zusätzlich hat der Kinder- und Jugendbeirat Ahrensburg eine Petition gestartet, um das Projekt doch noch zu verhindern.

Foto: Steffen Kahl

 


 

Anzeigen-Spezial

Schreiben Sie einen Kommentar