Mittwoch, 12. August 2020
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Buchtipp: Historisches über reiche Poppenbütteler

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Das Jahrbuch 2019 des Alstervereins ist da! Wie immer bietet es historische Geschichten und Fotos aus dem Alstertal. Ein Highlight diesmal: Die Kindheit des Architekten Peter Stange, dessen Eltern zu den reichsten Poppenbüttelern gehörten.

Im 92. Band  wird   außerdem durch einen Reisebericht eines dänischen Juristen in das 18. Jahrhundert zurückgeblickt, der Leser erfährt etwas über die englisch-deutsche Familie Sloman, die in Wohldorf im 19. Jahrhundert ansässig wurde. Die Nachkriegszeit des I. Weltkrieges war auch im Alstertal immer noch eine Zeit des Mangels und des Hungers.  Das Jahrbuch beschäftigt sich mit dem Leben unserer Ehrenvorsitzenden während der NS-Zeit. Die Firma Wilhelm Edler hatte während der NS-Zeit einen Buchhalter jüdischen Glaubens angestellt und geriet nicht nur deshalb mit den örtlichen NS-Dienststellen in Konflikte. In einem anderen Beitrag wird erörtert, dass Straßennamen zum „Gedächtnis“ oder (nicht immer geliebten) Vermächtnis eines Ortes gehören und heute wieder häufiger die Frage gestellt wird, ob sie politisch korrekt sind. Weitere Beiträge behandeln Themen wie die Alstertaler Knicklandschaft, die Ahrensburger Kirche, die Alstertal Terraingesellschaft, den Grenzverlauf von Sasel, die frühere Verkehrsanbindung Tangstedts und die Besiedelung Wilstedts sind weitere interessante Aufsätze. Detlef Freiherr von Liliencron wird in einem anderen Beitrag mit einigen seiner Dichtungen zu Stormarn und zur Alster angeführt. Unsere plattdeutschen Autoren bereichern unser Jahrbuch auch wieder mit ihren lesenswerten Beiträgen in unserer alten niederdeutschen Muttersprache, die vor 100 Jahren unter der bäuerlichen Bevölkerung des Alstertals die übliche Verkehrssprache war.

Das „Jahrbuch 2019“ des Alstervereins ist ab sofort im Museum des Alstervereins, Wellingsbütteler Weg 75a (Torhaus), 22391 Hamburg, zu den Öffnungszeiten (sonnabends und sonntags von 11-13 Uhr, 15-17 Uhr)  zum Selbstkostenpreis von 15€ zu erwerben.

Peter Stange mit seiner Schwester Hildegard und dem Vater Wilhelm Stange an der „Appelchausse“ (Fußweg zum Bahnhof Poppenbüttel vom Saselerdamm aus)

Das Jahrbuch befasst sich auch mit der Zeit nach dem 1. Weltkrieg, als es den Menschen im Alstertal schlecht ging. Selst da – im Mai 1919 – spielten die Kinder noch Krieg – besonders die Mädchen stehen noch ganz stramm.

Fotos: Alsterverein

 


 

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