Im Team Germany belegte Fynn Utermark aus Poppenbüttel bei den „World Championships of Performing Arts“ in Kalifornien in zwei Kategorien Platz 3, in der Gruppe gab es sogar die Silbermedaille. Wir haben den talentierten Hamburger getroffen.

Der 19-Jährige belegte den 3. Platz bei den „World Championships of Performing Arts“, im Team gab es sogar die Silbermedaille.

Alstertal Magazin: Die „WCOPA“ sind die Weltmeisterschaften der darstellenden Künste und finden schon seit 22 Jahren in Kalifornien, dieses Jahr in Long Beach, statt. Über 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von fünf bis 30+  aus über 70 Ländern treten in verschiedenen Kategorien an. Wie bist du darauf gekommen?
Fynn: Mit ungefähr 12 Jahren habe ich meine Leidenschaft fürs Singen und Tanzen entdeckt, angefangen hat alles im Jugendchor. Ich habe mich dann etwas später beim Musical „Das Wunder von Bern“ beworben und durfte mit einigen anderen Kindern die Kinderhauptrolle spielen. Für mich war diese Zeit bereits eine großartige Ausbildung. Im letzten Jahr bin ich dann zum WCOPA-Casting gegangen und ins Team Germany gekommen.

Was ist denn „Team Germany“ eigentlich?
Bei den Meisterschaften treten Sänger, Musiker, Tänzer, Artisten, Schauspieler und Models vor einer Jury in verschiedenen Wettkämpfen an. Dafür wurde in ganz Deutschland ein Team von ungefähr 30 Teilnehmern zusammengestellt, die dann gemeinsam für zwei Wochen nach Amerika reisen dürfen. Es war echt unglaublich, alle Teilnehmer lieben das Gleiche, das war eine fantastische Erfahrung und hat so viel Spaß gemacht. Alle haben in einem Hotel gewohnt, die Atmosphäre war einfach richtig cool.

Du hast dich gegen die anderen durchgesetzt und in deinen beiden Einzel-Performances zwei Mal den 3. Platz belegt und damit die Bronzemedaille gewonnen. Außerdem darfst du nächsten Sommer einen preisgekrönten Workshop an der „New York Film Academy“ belegen!
Es war generell schon unglaublich, während des Wettbewerbs in den Workshops mit großen Produzenten und Choreographen zusammenzuarbeiten. In unsere Gruppenperformance bauten wir ein Stück der deutschen Geschichte ein, zum Beispiel den Mauerfall und bayerische Tradition, dafür gab es Silber. Bei meinen Soloauftritten habe ich das eine Mal gesungen, das andere Mal eine Musicalszene vorgespielt. Jetzt auch noch das Stipendium für New York gewonnen zu haben, ist natürlich eine große Ehre und ein riesiger Gewinn. Mein Traum ist es, in Amerika zu studieren, hierfür werde ich auch versuchen, ein Stipendium zu ergattern.

Wurde deine Leidenschaft von anderen Jugendlichen in deinem Bekanntenkreis eher belächelt?
Ja, am Anfang schon, in den Tanzkursen waren früher hauptsächlich Mädchen, für Jungs war dieses Hobby eher unüblich. Wenn man sich dann aber mehr in den Kreisen bewegt, dann ist es wieder etwas anderes, da haben alle richtig Bock drauf. Bei den Weltmeisterschaften war es auch eher ein Miteinander, weniger ein Wettkampf. Durch die Zeit habe ich jetzt auch Freunde auf der ganzen Welt dazugewonnen, zum Beispiel in Australien, USA und Norwegen. Wir haben uns unterstützt, die Leute sind ähnlich drauf, das ist einfach ein schönes Gefühl.

 


 

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