Obwohl geschützt, fallen heimische Greifvögel immer noch illegaler Jagd zum Opfer. Im BrookHus gibt es am 11. Oktober einen Vortrag, in dem das Ausmaß verdeutlicht wird.

Alle heimischen Greifvögel gehören nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den streng geschützten Vogelarten. Gleichzeitig unterliegen Greifvögel dem Jagdrecht, genießen aber seit der Novelle der Bundesjagdzeiten-Verordnung 1977 eine ganzjährige Schonzeit. Aufgrund der bestehenden rechtlichen Regelungen dürfte es keine menschlichen Nachstellungen bei Greifvögeln geben. Die Realität sieht allerdings immer wieder anders aus, das zeigt der Referent Hans Wirth am 11. Oktober in seinem Vortrag. Besonders betroffene Arten sind Seeadler, Rotmilan (Foto) und Mäusebussard sowie als nicht-Greifvögel der Uhu und der Kolkrabe.

Vergiftung, Fang und Tötung durch Fallen, Abschuss, Störung des Brutablaufs bis hin zur Fällung von Horstbäumen – all das erleben Greifvogel-Schützer immer wieder. Es ist davon auszugehen, dass eine hohe Dunkelziffer bei entsprechenden Verstößen vorliegt und deren Aufdeckung nur in Einzelfällen gelingt. Im Vortrag werden Beispiele zu allen Vergehen präsentiert und am Beispiel des Rotmilans wird eine Abschätzung hergeleitet, welche Relevanz diese Eingriffe für den Bestand dieser Art haben. Außerdem werden Hinweise gegeben, woraus sich Hinweise auf Zuwiderhandlungen ableiten lassen.

Der Bildervortrag “Illegale Greifvogelverfolgung “ findet am Freitag, den 11. Oktober 2019 um 19 Uhr im BrookHus, Duvenstedter Triftweg 140 statt. Der Eintritt beträgt 6 Euro (Erw.) bzw. 3 Euro (Kinder/Jugendliche), 50% Ermäßigung für NABU-Mitglieder. Mehr Infos auf der Website des NABU Hamburg.

 

Foto: Der Rotmilan ist besonders durch Nachstellungen gefährdet.

 


 

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