Schlechte Nachrichten für Deutschlands Rentner. Aufgrund des  weiter zurückgehenden Steuerfreibetrags werden 2020 knapp 51.000 Rentner erstmals steuerpflichtig sein.

Wie aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf die Anfrage des Linken-Rentenexperten Matthias W. Birkwald hervorgeht, werden im kommenden Jahr rund 5,1 Millionen Rentner steuerpflichtig sein – und damit knapp 51.000 mehr als noch in diesem Jahr.

Fällig werden die Steuerabgaben, wenn die Gesamteinkünfte über dem für das entsprechende Jahr gültigen Grundfreibetrag liegen. Unter die Einnahmen fallen neben der gesetzlichen Rente auch andere Einnahmen wie Mieteinkünfte sowie Bezüge aus Betriebs-, Riester- oder Privatrente.

Dass die Zahl der steuerpflichtigen Rentner seit Jahren steigt, hängt derweil mit dem kontinuierlich sinkenden Prozentsatz des Steuerfreibetrags zusammen. Galt bis 2005 bei der Einkommenssteuer noch ein Freibetrag von 50 Prozent, liegt dieser 15 Jahre später nur noch bei 22 Prozent. Wer 2040 in Rente geht, muss folglich seine gesamten Renteneinkünfte versteuern.

Immerhin: Laut einer offiziellen Prognose könnten die Renten bis zum 1. Juli 2020 im gesamten Bundesgebiet noch einmal spürbar steigen. Dies geht aus einem Entwurf für den Rentenversicherungsbericht 2019 hervor. Demnach wird für die Renten in Westdeutschland mit einem Anstieg von 3,15 Prozent und in Ostdeutschland mit einem Anstieg von 3,92 Prozent gerechnet.

Das Bundeskabinett hat eine entsprechende Verordnung des Sozialministeriums bereits bewilligt. Nun bedarf die geplante Rentenerhöhung noch der Zustimmung des Bundesrats.

 


 

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