Auf dem Ohlsdorfer Friedhof findet am 19.01. um 15 Uhr eine Veranstaltung statt, die die Geschichte der sogenannten „Völkerschauen“ in Hagenbecks Tierpark beleuchtet.

Angefangen hat alles 1848 ganz klein auf der Hamburger Reeperbahn mit sechs Seehunden, die die Hamburger für Geld ansehen durften. In Carl Hagenbecks Tierpark wurden allerdings schon bald nicht nur Tiere, sondern auch Menschen in sogenannten Völkerschauen für Eintrittsgeld präsentiert.

Bremer und Hamburger Überseekaufleute wiederum betätigten sich als hanseatische Kolonialpioniere: So engagierten sich Adolf Lüderitz und Adolf Woermann in Afrika und Johan Cesar VI Godeffroy avancierte zum „Südseekönig“. Die Folgen für die einheimische Bevölkerung waren allerdings oftmals verheerend; sie reichten von Diskriminierung und Unterdrückung bis hin zur physischen Vernichtung.

Veranstalter: Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V.

Ort: Forum Ohlsdorf, Cordes-Halle

Kosten: Der Eintritt ist frei

Mehr Informationen auf der Website der Hamburger Friedhöfe.

Auf dem Foto: Kaiser Wilhelm II. im Gespräch mit den Äthiopiern bei Carl Hagenbeck in Hamburg. (Bundesarchiv, Bild 183-R52035 / CC-BY-SA 3.0)

 


 

Anzeigen-Spezial

Schreiben Sie einen Kommentar