Sie hatten die Alster gegen den Atlantik getauscht: Catharina Streit (33) und Meike Ramuschkat (33) sowie Stefanie Kluge (51) und ihre Tochter Timna Bicka (26) und als erstes deutsches Team an der TALISKER WHISKY ATLANTIC CHALLENGE 2019 teilgenommen. Sie sind angekommen und haben die Frauenwertung gewonnen! AlstertalPlus gratuliert!

Als erstes deutsches Team überhaupt in der Geschichte der seit 2001 stattfindenden Talisker Whisky Atlantic Challenge bezwangen die Hamburgerinnen als Frauenteam „RowHHome“ in 42 Tagen, 00 Stunden und 46 Minuten die 3.000 Seemeilen (ca. 5.500 Kilometer) quer über den Atlantik.

AlstertalPlus gratuliert!!! MEIKE RAMUSCHKAT, CATHARINA STREIT, STEFANIE KLUGE und TIMNA BICKA (v.l.) sind San Sebastian in La Gomera nach Antigua gerudert und haben die Frauenwertung gewonnen! © Ben Duffy Photography

Am 12. Dezember 2019 hatten sich 35 Solo- bis Fünferteams vom Hafen in San Sebastian in La Gomera mit in ihren etwa acht Meter langen, mindestens 60.000 Euro teuren Booten auf den rauen Weg gemacht. Ohne fremde Hilfe verbrachten über 103 Ruder*innen aus aller Welt bis zu neunzig Tage völlig auf sich allein gestellt auf hoher See – mit dem Ziel westwärts quer über den Atlantischen Ozean nach Antigua. Sie kommen aus Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Österreich, Südafrika, Schottland, Schweiz und den USA. Sieger der diesjährigen Challenge wurde das britische Team Fortitude IV. Die vier Freunde Ollie Palmer, Tom Foley, Hugh Gillum und Max Breet überquerten den Atlantik in 32 Tagen, 1 Stunde und 35 Minuten – zehn Tage schneller als das Vierer-Ruderboot von RowHHome.

Erstmalig geballte Frauenpower aus Deutschland

Mit fünf Frauenteams trat letztes Jahr die höchste Anzahl an Teilnehmerinnen in der Geschichte des Wettkampfes an. Erst 2013 startete das erste weibliche Team, seitdem haben insgesamt 15 Ruderinnen-Teams teilgenommen.

Körperliche und mentale Grenzerfahrung für einen guten Zweck

Seit Anfang 2019 hatte sich das deutsche Team mit einem intensiven Trainingsprogramm und einem speziellen Ernährungsplan auf die extreme Challenge vorbereitet. Zwei von ihnen haben sogar erst 2018 angefangen zu rudern, extra für die Teilnahme am Rennen. Extremsport neben ihren Vollzeitjobs zu bewältigen hieß, dass die Hamburgerinnen sich gewissenhaft und eng getaktet durch ihren Alltag schlagen mussten. Die Überfahrt forderte den mutigen Teilnehmerinnen nicht nur Schlafmangel, Salzwunden und Entzündungen ab. Bei 24 Stunden auf dem offenen Ozean verlieren diese auch bis zu zwanzig Prozent ihres Körpergewichts. Selbst erfahrenste Ruderer stoßen dabei an ihre psychischen und physischen Grenzen. Neben den körperlichen Herausforderungen waren sie auch im Team gefordert und stark aufeinander angewiesen. Sie mussten mentale Stärke beweisen, da sie auch Weihnachten und Silvester auf See verbrachten, weit weg von ihren Familien, auf einem Abenteuer, das bis zu neunzig Tage andauern konnte und die vier Frauen für immer verändert hat.

Und das für einen guten Zweck, denn eine Anmeldung bei der Challenge ohne die Unterstützung gemeinnütziger Vereine und Organisationen ist nicht möglich. „Wir haben uns bewusst für ein Thema entschieden, was uns besonders am Herzen liegt. In Deutschland leben viele Kinder, die aus verschiedensten Gründen mit ungleichen Startchancen ins Leben starten und daher Unterstützung brauchen. Und hier wollen wir helfen! Wir glauben, dass mit der richtigen Unterstützung Selbstvertrauen wachsen kann und durch das Aufzeigen neuer Perspektiven jedes Kind die Chance hat, seinen bestmöglichen Platz im Leben zu finden. Es gibt viele tolle Kinderprojekte, wir haben uns für Zeit für Zukunft – Mentoren für Kinder e. V. und Kinderlachen e. V. entschieden“, erklärt Catharina Streit.

Neben all der Härte haben sie auch viele atemberaubende Momente auf ihrem Weg zum Extremsport und auf ihrer einzigartigen Reise über den Atlantik erlebt, um so nah bei der Natur zu sein, neben Delfinen zu rudern und wunderschöne Sonnenuntergänge betrachten zu können. Die wöchentliche Webserie „Wellenbrecherinnen“ beleuchtet das Abenteuer der Hamburgerinnen und zeigt die akribische Vorbereitung, ebenso wie Hindernisse, Zweifel und Erfolge bis zu ihrem Ziel. Der „Wellenbrecherinnen“ (HIER geht es zur Website)  Kinofilm (Sommer 2020) erzählt dann die ganze Geschichte, einschließlich der spektakulären Überfahrt bis zur Ankunft auf Antigua.

Seit Anfang 2019 hatte sich das deutsche Team mit einem intensiven Trainingsprogramm und einem speziellen Ernährungsplan auf die extreme Challenge vorbereitet. Es hat sich gelohnt! © Ben Duffy Photography for Talisker Whisky Atlantic Challenge 2019

 


 

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