Tragisches Ende der Ermittlungen: Nachdem die Polizei den Raubüberfall auf eine Volksdorfer Tankstelle aufgeklärt hat, nimmt sich der 15-jährige mutmaßliche Haupttäter das Leben.

Mitte Dezember kam  es  zu einem bewaffneten Raubüberfall auf eine Volksdorfer Tankstelle  in der Eulenkrugstraße,   infolgedessen das zuständige Raubdezernat  nach Zeugen suchte (wir berichteten).

Die  Ermittler halten den Überfall, der ganz offensichtlich in Verbindung mit einem versuchten Überfall auf eine Tankstelle in Farmsen-Berne und einen weiteren Überfall auf ein Kiosk in Langenhorn steht,  für aufgeklärt.

Anfang Dezember war es zu einem versuchten Überfall auf eine Tankstelle in Farmsen-Berne gekommen, die allerdings erst mit einigem Zeitverzug zur Anzeige gebracht wurde.

Der unbekannte Täter wollte maskiert und mutmaßlich bewaffnet die Tankstelle betreten, gelangte aufgrund einer verschlossenen Tür aber nicht in das Gebäude und flüchtete daraufhin. Mitte Dezember kam es dann zu einem vollendeten Überfall auf eine Tankstelle in Volksdorf (siehe hierzu auch Pressemitteilung 191218-1.).

Ermittler stellen Verbindung her

Die Ermittler des Wandsbeker Raubdezernats (LKA 154) gingen bereits frühzeitig davon aus, dass der Überfall in Volksdorf und der Versuch in Farmsen-Berne, der an einer verschlossenen Tür scheiterte und schließlich in der Flucht des maskierten Täters mündete, von derselben Person begangen wurden.

Im weiteren Verlauf rechneten die Ermittler diesem Täter auch den Überfall auf einen Kiosk in Langenhorn zu, wobei die Tat gemeinsam mit einem Komplizen begangen wurde.

Nach Eingang eines Hinweises rückte zunächst ein 15-jähriger Jugendlicher in den Fokus des Raubdezernats. Durch weitere intensive Ermittlungen konnte schließlich auch ein weiterer 15-jähriger Jugendlicher als mutmaßlicher Komplize identifiziert werden.

Auf Basis dieser Ermittlungsergebnisse erwirkte die Staatsanwaltschaft daraufhin Durchsuchungsbeschlüsse für deren elterliche Wohnungen in Volksdorf und Rahlstedt.

15-jähriger mutmaßlicher Haupttäter nimmt sich das Leben

Bei den gestern am frühen Morgen im Beisein von Erziehungsberechtigten erfolgten Durchsuchungen stellten die Ermittler Gegenstände sicher, denen sie einen Tatbezug zurechnen.

Da nach Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft keine Haftgründe vorlagen, wurden die beiden Jugendlichen nach den Durchsuchungen in der Obhut ihrer Erziehungsberechtigten belassen.

Wenige Stunden danach nahm sich einer der beiden Jugendlichen, der mutmaßliche Haupttäter, das Leben. Nach dem Überbringen der Todesnachricht wurde die Familie durch Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams des DRK betreut.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.

 


 

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