Vernachlässigte Falter-Vielfalt in den Walddörfern – nicht nur bei Nacht. NABU lädt zu einem Nachtfalter-Vortrag am 28. Februar im BrookHus ein.

Unsere Tagfalter zählen ohne Zweifel zu den Sympathieträgern in der Tierwelt. Wohl jeder weiß, wann er seinen letzten Schwalbenschwanz gesehen hat. Doch wer kennt schon Ampferspanner, Eicheneule oder Federgeistchen? Dabei stellen Nachtfalter und Kleinschmetterlinge den weitaus größten Teil der mitteleuropäischen Schmetterlinge. Trotzdem werden diese Tiere sogar von den meisten Naturschützern ignoriert.

Auch bei Jens-Peter Stödter vom Arbeitskreis Walddörfer im NABU Hamburg e.V. war es bis vor knapp anderthalb Jahren nicht anders. Eine besondere Begegnung am Ende des Jahrhundertsommers 2018 brachte dann die Wende: „Damals verflog sich ein wunderschöner, mintgrün gezeichneter Nachtfalter durch das geöffnete Fenster an meine Schreibtischlampe“ berichtet der Naturschützer. Das Interesse war geweckt. Seither wird jeder Nachtfalter fotografiert, bestimmt und notiert. Innerhalb von 16 Monaten kamen so gut 170 Arten von Spinnern, Spannern, Schwärmern und anderen Nachtfaltern zusammen – allein zuhause auf dem Balkon. Mit den Funden aus anderen Regionen der Walddörfer sind es sogar schon über 200 Arten. Im Rahmen seines neuen Vortrags „Spinner, Spanner, Schwärmer & Co.“ präsentiert Stödter nun eine Auswahl der interessantesten Arten sowie ein paar grundsätzliche Hinweise über die Beschäftigung mit Nachtfaltern.

 Zu sehen ist der Vortrag am Freitag, den 28.02.2020 ab 19:00 Uhr im BrookHus am Duvenstedter Triftweg 140. Der Eintritt kostet 6 Euro, Kinder und Jugendliche 3 Euro, NABU-Mitglieder 50% Ermäßigung.

Foto oben: Der NABU zeigt, dass auch Nachtfalter ihre Reize haben, wie etwa der Mittlere Weinschwärmer. © Jens-Peter Stödter/NABU

 


 

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