Seit diesem Wochenende haben wir wieder Sommerzeit. Und wieder stellt sich die Frage: Ist die halbjährliche Zeitumstellung wirklich sinnvoll? Wir diskutieren.

PRO

Christian Luscher, stv. Chefredakteur

Dass die Zeitumstellung als Irrtum erwiesen hat, sehen mittlerweile immer mehr Personen ein. Es ist ja auch ein Irrsinn, sowohl von der biologischen Uhr des Menschen bis zu den zahlreichen analogen in unserem Umfeld, die umgestellt werden müssen für eine Energieersparnis, die tatsächlich sehr fraglich ist, und die Aussicht auf ein paar längere laue Sommerabende. Doch leider ist das Ergebnis dieser Einsicht europaweit nicht, den Quatsch einfach wieder abzuschaffen – nein, es entsteht ein EU-weiter Flickenteppich aus Sonderregelungen, der die Sache nur noch mehr verkompliziert. Warum müssen die Staaten unbedingt selbst wählen, ob sie in Zukunft konstant Sommer- oder Winterzeit haben wollen? Die ursprüngliche Zeit ist das, was gemeinhin als „Winterzeit“ bezeichnet wird. Kehren wir zu ihr alle ab 2021 verbindlich zurück und Schluss mit dem Unfug!

 

CONTRA

Kimberley Schulz, Redakteurin

Wir wünschen uns alle schöne, lange und helle Tage. Im Sommer ist es auch wunderbar, wenn wir Dank warmer Temperaturen einige Sonnenstunden mehr erleben dürfen. Doch seien wir mal ehrlich: Im Winter ist es ungemütlich, in der Regel beinahe dauerhaft dunkel und kalt. Benötigen wir da längere Tage? Hat nicht sowohl die Sommer-, als auch die Winterzeit ihre Vorteile? Seit der ersten Zeitumstellung 1916 wurde die Umstellung öfters ausgelassen und trotzdem irgendwann immer wieder eingeführt. Angenommen wir stellen unsere Uhren nur nach der bisherigen Winterzeit: Die Sommertage werden verkürzt und wir starten enorm früh in den Tag, beinahe nachts geht die Sonne auf. Mir persönlich so frühere Sonnenaufgang im Juli nichts. Teilweise sogar schon um 4 Uhr am Morgen nutze ich den frühen Vogel nicht. Einen längeren Sommerabend wünsche ich mir zukünftig allerdings weiterhin!

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