Im zweiten Teil unserer Serie geben wieder drei Prominente Tipps, was wir in der Corona-Krise lesen könnten!

Die Wellingsbüttler Schauspielerin Sarah Masuch empfiehlt…

Alice Hasters: „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“

Ich habe mir das Buch zum Geburtstag gewünscht, nachdem ich bei NDR Kultur auf die Autorin aufmerksam geworden bin. Ich hab es in zwei Tagen durchgelesen und gelacht, geweint und tiiiief geseufzt. Die Erfahrungen der Autorin decken sich zu weiten Teilen mit meinen eigenen und ich bin ihr wahnsinnig dankbar, dass sie den Mut und den Fleiß aufgebracht hat, mit Präzision und Humor zu untersuchen, was es heißt, eine Schwarze Deutsche zu sein. Ich bin der Meinung, dass es jeder lesen sollte, weil es so ehrlich, erhellend, stellenweise lustig und immer wahr ist. Betroffene fühlen sich verstanden und kriegen beste Argumente für die nächste Diskussion an die Hand und für alle anderen ist es eine spannende Lektüre aus einer ungewohnten Perspektive, die nur als Bereicherung empfunden werden kann!

hanserblau Verlag, 2019, Paperback, 208 Seiten, 17 Euro

 

Der Klein-Borsteler Kulturmanager und Musikjournalist Jürgen Rau empfiehlt…

Konrad Lorenz: „Rohrkrepierer“

Alles ist anders. Dieses verfluchte Virus beeinflusst uns alle. Die Woche hat plötzlich mehr als sieben Tage. Zeit für ein wenig Hamburger Geschichtsunterricht. „Rohrkrepierer“ beschreibt ein ebenfalls harte Zeit. Der auf der Nachkriegs-Reeperbahn aufgewachsene Konrad Lorenz schrieb diesen köstlichen Kiezbestseller. Das Rotlichtviertel besteht aus Ruinen. Eine Welt von Trümmerfrauen, Matrosen und Nutten. „Rohrkrepierer“ ist von jenem trockenen Humor durchsetzt, der nur von einem authentischen Ur-St.Paulianer stammen kann! Übrigens: „Der Dwarsläufer“ ist Lorenz‘ Nachfolge-Werk. Hier verrät der Autor sogar seine ganz besondere Beziehung zum Alstertal…

Edition Temmen, 2015, 384 Seiten, 12,90 Euro

 

 

Die Poppenbüttler Musikerin JÆDE empfiehlt…

Markus Lonardoni: „Popularmusiklehre Pop, Rock, Jazz“

Ein wundervoller Klassiker, den mir damals mein Dozent im Musikstudium empfohlen hat. Auch wenn es in der Welt der Musik praktisch täglich Neues gibt. Neue Plugins, unendliche Kombinationsmöglichkeiten von Rhythmen und Sounds. Unglaubliche stimmliche Talente und damit verbundene Melodien, Riffs und Timbres. Die Basis, bleibt doch immer dieselbe. Und dieses kleine, feine Reclam Buch hat das einfach perfekt verpackt.

Reclam Verlag, 1996, 352 Seiten, 19,90 Euro

 


 

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