Die Pläne für das von dem Saseler Wetterfrosch Frank Böttcher initiierte Science Center in Hamburg (AlstertalPlus berichtete) gehen in die nächste Runde. Das durch ein breites Bündnis in der Hansestadt geförderte Vorhaben, wird nun im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft und weiterentwickelt. Im Vergabeverfahren konnte sich ein Konsortium um das Unternehmen Drees & Sommer durchsetzen.

Die Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) sowie die Finanzbehörde finanzieren die Studie mit einem Beitrag von insgesamt 220.000 Euro. Ein Betrag gleicher Höhe kommt von fünf Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Das Vorhaben eines Science Centers für Hamburg wird ab jetzt in einer Machbarkeitsstudie konkret geprüft und weiterentwickelt. Sieger des Vergabeverfahrens zur Durchführung der Studie ist ein Konsortium um das Unternehmen Drees & Sommer. Drees & Sommer war u.a. für die Fertigstellungsphase der Elbphilhamonie verantwortlich und steuerte zuletzt den innovativen und nachhaltigen Bau des Science Centers Experimenta in Heilbronn. Für die Weiterentwicklung des Ausstellungskonzepts ist im Konsortium die Firma Kurt Hüttinger GmbH & Co. KG an der Studie beteiligt. Das Unternehmen verfügt über weltweite Erfahrungen in diesem Bereich. Die Architekten Renner Hainke Wirth Zirn werden das Gebäudekonzept im Rahmen der Studie weiterentwickeln. Das Unternehmen C Sight wird die finanzielle Tragfähigkeit des Konzeptes entwickeln. Beraten wird Drees & Sommer durch einen Kreis von Experten, zu dem auch Asgar Høeg, der ehemalige Direktor des sehr erfolgreichen Science Centers in Kopenhagen zählt. Die Machbarkeitsstudie wird das mit den Wissenschafts- und Wirtschaftspartnern in Hamburg eng verzahnte Vorhaben nun prüfen und weiterentwickeln und dabei die Anforderungen des MINT-Landes-Forschungsrates an ein Science Center umsetzen. So wer-den im Rahmen der Studie unter anderem Aspekte in Hinblick auf mögliche Besucher*innenzahlen, Finanzplanung und betriebswirtschaftliches Konzept, des Stand-orts und der Architektur, der Profilierung sowie der weiteren inhaltlichen Konzeption betrachtet.

Die Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) sowie die Finanzbehörde finanzieren die Studie mit einem Beitrag von insgesamt 220.000 Euro. Die Kofinanzierung von ebenfalls 220.000 Euro leistet das Konsortium Hamburger Hochschulen und wissenschaftlicher Einrichtungen, das die Idee des Science Centers unterstützen: die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg, in koordinierender Funktion), die Technische Universität Hamburg (TUHH), die HafenCity Universität Hamburg (HCU), die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU) sowie das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY.

Für das Vorhaben gibt es ein breites Bündnis in der Stadt: Zahlreiche Verbände, Hochschulen, wissenschaftliche Einrichtungen, Cluster, Stiftungen und Unternehmen unterstützen das Vorhaben des Science Centers, das für die Entwicklung des Wirtschafts-, Bildungs- und Wissenschaftsstandortes in Hamburg gleichermaßen von hoher Bedeutung ist. Für die Steuerung der Studie wurde ein Lenkungskreis gegründet, dem die Vorstandsmitglieder des Fördervereins für ein Science Center in Hamburg Frank Böttcher, Prof. Dr.-Ing. Eckart Kottkamp, Dr. Alfred Lumpe und Prof. Dr.-Ing. Thomas Netzel angehören. Sie erhalten Unterstützende Impulse von einem Kuratorium, bestehend aus Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Experten.

KONZEPT DES SCIENCE CENTERS

Das Science Center Hamburg soll ein Schaufenster für Wissenschaft und Innovation werden, welches naturwissenschaftliche Phänomene und Technik erlebbar macht. Es soll als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft Forum des Dialoges sein und Raum für Veranstaltungen, Kongresse und Sonderausstellungen bieten, die alle Teile Bevölkerung erreichen. Es bietet so die noch stärker Teilhabe der Hamburgerinnen und Hamburger an der wissenschaftlichen und technologischen Entwicklung und den Aspekten der Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung und des Klimaschutzes. Das Konzept sieht eine kombinierte Erlebnis- und Entdeckungsausstellung vor. Über das eigene Entdecken und Erleben sollen Naturphänomene, Naturgesetzmäßigkeiten und Beispielen technischer Umsetzungen im gesellschaftlichen Alltag besser verstanden werden.

Für unseren Podcast ALSTERCAST trafen sich Wetterfrosch Frank Böttcher (l.) und Chefredakteur Kai Wehl im Verlag. HIER geht es zur der hörenswerten Podcast-Folge, in der Extremwetter-Forscher seine Pläne für das Science Center konkretisiert.

 

Weitere Informationen, auch zu dem Förderverein „Science Center für Hamburg e.V.“ gibt es HIER ONLINE.

 

Foto oben: So könnte es aussehen, das Scinece Center. Ein möglicher Standort ist die HafenCity. © Renner Hainke Wirth Zirn Architekten

 


 

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