Freitag, 07. August 2020
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NABU-Kritik am Bauprojekt am Buchenkamp in Volksdorf

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Am 22. Juni endet die Frist der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans Volksdorf 46.  Der NABU Hamburg lehnt mit einer erneuten Stellungnahme die Bebauung an der Straße Buchenkamp im Landschaftsschutzgebiet „Duvenstedt, Bergstedt, Lemsahl-Mellingstedt, Volksdorf und Rahlstedt“ aus Naturschutzgründen generell ab.

„Seit etlichen Jahren fordern wir den Erhalt des Landschaftsschutzgebietes (LSG) in der bisherigen Form und kritisieren die Vereinnahmung von Naturflächen. Die geplante Bebauung auf einer Fläche von 2,8 ha würde nicht nur den Verlust von LSG-Flächen bedeuten, sondern auch den Biotopverbund, die vorhandene Landschaftsachse und die bedeutende Knicklandschaft erheblich beeinträchtigen“, so Bernt Matthes aus der NABU Gruppe Walddörfer. Das Bauprojekt sei seit 2011 strittig und habe bereits mehrere Wendungen erlebt. „Aktuell sollen nun auf der Fläche des ehemaligen Ferck‘schen Hof am Buchenkamp 60 Wohneinheiten und Einrichtungen des Gemeinbedarfs errichtet werden.“

Am vorliegenden Entwurf des Bebauungsplans kritisiert der NABU Hamburg  insbesondere:

Das Plangebiet ist viel zu klein bemessen, um das Planungsziel „die landschaftliche und naturschutzfachliche Aufwertung der östlich liegenden Landschaftsteile sowie die Entwicklung eines auch über das Plangebiet hinauswirkenden Biotopverbundes“ zu erreichen.

Die Verantwortlichkeiten für die Herstellung und die dauerhafte Pflege der Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft (Ausgleichsmaßnahmen) sind unklar. Dies ist besonders relevant zumal viele Ausgleichsmaßnahmen des benachbarten Bebauungsplans Volksdorf 32 von 1994, wie die Anlage von Knicks, Feuchtwiesen und Teichbiotopen, bisher immer noch nicht umgesetzt wurden.

Der städtebauliche Vertrag, mit dem die Investoren u.a. verpflichtet werden sollen, die Ausgleichsmaßnahmen in bestimmten Fristen umzusetzen, ist nicht öffentlich zugänglich.

„Zusätzlich zum gesetzlichen Ausgleich, hat die Bezirksversammlung Wandsbek bereits 2016 weitere ökologische Aufwertungsmaßnahmen im Umfeld beschlossen: das sogenannte Biotopverbundkonzept ( Die Bezirksversammlung Wandsbek hatte 2016 die Realisierung eines solchen Konzeptes im Zusammenhang mit dem B-Plan Vo 46 beschlossen (Drs. 20-2771.1, siehe Punkte 5 und. 10)). Mit diesem Konzept sollten dann auch die seit 1994 ausstehenden Ausgleichsmaßnahmen für den B-Plan Volksdorf 32 realisiert werden. Wir kritisieren, dass bislang nicht erkennbar ist, wie und wann diese Maßnahmen der ökologischen Aufwertung für benachbarte Flächen tatsächlich umgesetzt werden sollen. Noch im März 2020 präsentierten Andreas Dressel (SPD) und Maryam Blumenthal (Grüne) auf einem Pressetermin das im Bezirk erarbeitete Biotopverbundkonzept. In den ausgelegten Unterlagen des B-Planverfahrens gibt es hierzu dann aber lediglich eine Planzeichnung. Konkrete Umsetzungsschritte fehlen jedoch“, so der NABU Hamburg.

DAS PLANT DIE STADT

Durch den Bebauungsplan mit der vorgesehenen Bezeichnung Volksdorf 46 sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Neubebauung mit bis zu 60 Wohneinheiten (davon mindestens 30 % öffentlich gefördert) und Einrichtungen des Gemeinbedarfs (Dementenwohneinrichtung, Kindertagesstätte sowie Einrichtung einer Tagespflege oder eines Hospiz) geschaffen werden.
Darüber hinaus soll durch Festsetzung von Flächen für die Landwirtschaft und Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft die prägende Kulturlandschaft erhalten und weiterentwickelt werden.
An der Eulenkrugstraße soll der Betrieb der bestehenden Einrichtung zur öffentlich-rechtlichen Unterbringung durch eine bis zum 20.09.2035 befristete Festsetzung als Flächen für Gemeinbedarf ermöglicht werden.  Quelle: Bezirksamt Wandsbek

 


 

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