Guten Morgen: Hamburg hat nun einen beschädigten SPD-Innensenator, der bislang gute Arbeit abgeliefert hatte.  *

Θ HAMBURG

– Leitartikelchen –
Sozialdemokratisches Schweigegelübde: SPD-PolitikerInnen, die sich beim Empfang von Andy Grote anlässlich seiner Senatsbestellung zusammen gefunden hatten, sollen vereinbart haben, nichts zur Aufklärung des Vorfalls beitragen zu wollen, berichtet das Abendblatt. Gastgeber Grote selber zeigte sich vor dem Innenausschuss zerknirscht, aber ohne konkrete Erinnerung, räumte einen Fehler ein, entschuldigte sich, aber eigentlich sei das moralisch verwerfliche Treffen nach den Corona-Regeln juristisch erlaubt gewesen. Nun muss die in der Innenbehörde angesiedelte Bußgeldstelle eine schwere Entscheidung treffen. Wenn das Treffen der 30 Menschen unterschiedlicher Haushalte im geschlossenen Raum kein Verstoß gewesen sein soll, wird das Einhalten der kommunizierten Regeln schwinden. Wenn es hingegen ein Bußgeld gegen den Innensenator gibt, ist seine Argumentation beschädigt, wie dieser ganze Vorgang überhaupt nur Beschädigte kennt.
welt.de, ndr.de, abendblatt.de, taz.de, facebook.sat1regional

Niemand
Innensenator Andy Grote auf die Frage, ob nicht einer seiner in Politik und Corona kundigen Genossen-Gäste, ihn gewarnt hätte, dass es aktuell eine Pandemie gäbe und ein Stehempfang mit Schlückchen, der eventuell den Medien gesteckt werden könnte, möglicherweise keine ganz schlaue Idee sei.
welt.de

Das ist der Rahmen, der durchaus besteht. Und das ist der Rahmen, der – wenn man sich in der Stadt umsieht – auch von vielen genutzt wird.
Innen- und Sportsenator sowie Vater eines kleinen Kindes, Andy Grote hatte wohl trotz Corona-Krise, Koalitionsverhandlungen, Home-Kita und Rassismus-Vorwürfen gegen die Polizei hinreichend Zeit, sich regelmäßig in der Stadt zum Zustand der 30-Gäste-Empfänge in der Hamburger Gastronomie umzusehen, um sein eigenes Event zu planen.
ndr.de

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Sorgen um das Wochenende: Die Polizei mahnt, auch bei den warmen Abenden die Abstandsregeln einzuhalten. Hier hatte man jüngst schlechte Erfahrungen gemacht, als hunderte Menschen beim Cornern eng aneinander Alkohol konsumiert hatten. Auch die Demonstrationslage ist heikel. So soll es am Wochenende Versammlungen etwa gegen „Polizei, Rassismus und Gewalt“ geben. Das war auch Thema im Innenausschuss. Im Zuge einer Demonstration in Folge des durch US-Polizeigewalt getöteten George Floyd war es am 6. Juni nach gutem Beginn zu einem schlechten Ende gekommen. Dabei wurden laut Presseberichten unschuldige junge Menschen in Gewahrsam genommen, während die Polizei den mutmaßlichen Tätern die Anwendung von Gewalt vorwirft.
welt.de, mopo.de, presseportal.de (Wochenende), ndr.de (Innenausschuss)

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Auf zum NEXT LEVEL! Das KCI KompetenzCenter hat den Innovationspreis TOP 100 gewonnen. Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar übergab die Auszeichnung virtuell an unser Team um Ralf Siebert. Basis für die Verleihung des Preises, der für mittelständische Unternehmen ausgeschrieben wird, ist eine wissenschaftliche Untersuchung der Innovationsfähigkeit eines Unternehmens. Unternehmen müssen den Wandel und die Digitalisierung annehmen und gestalten. Unsere Experten der KCI-Group beraten Unternehmen, um das NEXT LEVEL zu erreichen. Vereinbaren Sie ein kostenloses Gespräch! Schreiben Sie uns! digitalisierung@kci-group.de. Mehr Informationen: youtube.KCI-Group, kci-group.de

Weiter schwierige Zeiten für Kulturveranstalter und Gastronomen: Die Lockerungen mit Hygieneabstand kommen in den Branchen nicht so recht an. Die Bars beklagen, dass sie je nach verfügbarer Freifläche 50 bis 100 Prozent des Umsatzes verlieren. Zudem wisse die Polizei nicht, was das Ordnungsamt macht. So müsse auf Weisung der Ordnungshüter genehmigte Außengastronomie wieder geschlossen werden. Auch die Autokinos, die eine Hilfe für die Kinobetreiber sein sollten, erfüllen nicht die Erwartungen und werden wohl schon bald wieder abgebaut. Dafür werden in der kommenden Woche die Kinosäle wieder öffnen. Weil da aber nur etwa ein Drittel der Plätze belegt werden können, bleibt auch hier die Situation wirtschaftlich sehr kritisch.
abendblatt.de

Was genau erlaubt ist und was nicht, erfordert nach wie vor hermeneutische Fähigkeiten.
Das Barkombinat hat, wie viele andere auch, Probleme mit der Exegese der Corona-Verordnungen.
facebook.barkombinathamburg

Wer den Schaden hat.. Trainer Jürgen Klopp wurde am Donnerstag mit dem FC Liverpool souverän englischer Meister. Klopp hätte schon 2008 HSV-Trainer werden können, aber dann gefielen den Verantwortlichen am Volkspark seine kaputten Jeans nicht. Nun muss der Dieter Hecking-HSV der zweiten Liga am Sonntag hoffen, dass die Freunde von Arminia Bielefeld den 1. FC Heidenheim besiegen und der HSV sich selber gegen den SV Sandhausen durchsetzt. Dann wäre die Relegation gegen einen Erstligisten, Düsseldorf oder Bremen, fällig. Derweil steht Trainer Jos Luhukay wohl zum letzten Mal beim SV Wehen in der Coaching-Zone des FC St. Pauli.
sueddeutsche.de (Klopp 2020), kicker.de (Klopp 2008), sportbuzzer.de (HSV). mopo.de (FCSP)

Risse. In. Der. Jeans. Da kann ja jeder kommen. Wir haben auch unseren Stolz hier.
HSV-Fan Nico Lumma kann es nicht fassen.
twitter.Nico

Corona im Hafen: Frachter hat sechs infizierte Seemänner an Bord ndr.de
Mutmaßlicher Brandstifter: 32-jähriger Mann soll im Hamburger Nordwesten viel gezündelt haben mopo.de

Wochenend-Wetter: Am Freitag und auch noch am Sonnabend wird es sonnig bei bis zu 30 Grad, bevor Gewitter im Laufe des Tages die Temperatur drücken. Am Sonntag muss bei 22 Grad mit Niederschlag gerechnet werden.
wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

67 Prozent der HamburgerInnen befürchten eine zweite Corona-Welle wie eine Umfrage der Körber-Stiftung ermittelt hat. Um die Gefahr einzudämmen, wären 73 Prozent mit erneuten Beschränkungen der privaten Lebensumstände einverstanden. Eine Umfrage der Haspa klingt da hoffnungsvoller. So glauben drei Viertel der Befragten, dass die Hamburger gut durch die Corona-Krise kommen werden. Für sich selber sind 67 Prozent der Hamburger auch optimistisch. Die größte Entbehrung der Zeit der Einschränkungen seien persönliche Treffen mit Familie, Freunden oder Bekannten gewesen, erklärten 65 Prozent der Befragten.
welt.de

Θ DEUTSCHLAND & DIE WELT

Seehofer verzichtet auf Anzeige wegen „taz“-Kolumne: Innenminister Horst Seehofer verzichtet auf eine Strafanzeige gegen die Journalistin Hengameh Yaghoobifarah wegen ihrer polizeikritischen Kolumne. Das teilte das Innenministerium am Donnerstag mit. Seehofer wolle die Chefredaktion der „taz“ einladen, um mit ihr die Wirkung des Textes zu besprechen. Zudem wolle er sich an den Deutschen Presserat wenden, der inzwischen ein Verfahren gegen das Blatt einleitete. Der Minister sei der Auffassung, dass die Kolumne auch Straftatbestände erfülle. Von einer eigenen Strafanzeige ist in der Mitteilung aber nicht mehr die Rede. „taz“-Chefredakteurin Barbara Junge zeigte sich offen für ein Gespräch, schlug aber statt eines Treffens im Ministerium einen Besuch der Polizeischule in Eutin vor, die ihrem Rassismusproblem in den eigenen Reihen begegne, indem sie sich dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ angeschlossen habe.
tagesspiegel.de, faz.net

Innenminister will Bundespolizei wieder in Berlin einsetzen: Horst Seehofer und Berlins Innensenator Andreas Geisel haben sich über die Anwendung des Landes-Antidiskriminierungsgesetzes bei Einsätzen der Bundespolizei oder anderer Landespolizeien in Berlin verständigt. Damit könne die Bundespolizei in Berlin wieder in Amtshilfe eingesetzt werden, erklärte Seehofer am Donnerstag. Den Bundespolizisten sollen aufgrund des Landesgesetzes keine Nachteile entstehen. Das Gesetz richte sich grundsätzlich nicht gegen die Polizei, betonte Geisel. Idealerweise werde man es nicht brauchen, weil sich alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes an die Gesetze hielten und ohne zu diskriminieren ihre Arbeit täten. Sollte es aber doch zu Verfehlungen Einzelner kommen, hätten die Bürger die Möglichkeit, hierfür Schadensersatz gegenüber dem Land Berlin einzuklagen.
tagesspiegel.de

Coronakrise: Deutschland und Frankreich erhöhen Zahlungen an Weltgesundheitsorganisation WHO dw.com
Deutsche Corona-App auch für viele europäische Nutzer verfügbar handelsblatt.com
Lübcke: Hessischer Landtag setzt Untersuchungsausschuss zum Lübcke-Mord ein faz.net

Θ STADT & LEBEN

Plan für die Peking: Am 7. September soll der Viermaster von der Werft in Wewelsfleth nach Hamburg überführt werden. Bislang war von Ende August ausgegangen worden. Der Termin an einem Montag soll nautischen Bedingungen geschuldet sein, wird aber auch dazu führen, dass etwas weniger HamburgerInnen sich in Corona-Zeiten am Elbufer versammeln, um das neue Wahrzeichen zu bestaunen. Das Schiff wird in den Hansahafen geschleppt, wo es am Bremer Kai vor dem Hamburger Hafenmuseum festmacht. Dort soll der Traditionssegler für den kommenden Publikumsverkehr als Teil des Deutschen Hafenmuseums ertüchtigt werden.
ndr.de, shmh.de

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Offizielle und amtliche Informationen zu #CoronaHH: Der Hamburger Senat informiert auf hamburg.de/corona über Maßnahmen, um der Ausbreitung von Corona in Hamburg zu begegnen. Hier finden Sie die aktuelle Verfügung sowie Infos zu den Bereichen Corona-App, Kitas, Schule, und vieles weiteres. Diese zentrale Informationsseite bietet viele Antworten auf zahlreiche Fragen in einem FAQ, das laufend aktualisiert und erweitert wird. In sozialen Netzwerken wird der Hashtag #CoronaHH verwendet.
hamburg.de/corona

Restaurant-Tipp – Mexikanisch in der Neustadt: Gemütlich mexikanisch ist es im Dos Amigos. Zu südamerikanischer Musik serviert das freundliche Personal mexikanische Spezialitäten. Besonders empfehlenswert sind die Sizzlers: Gemüse, Fisch und Fleisch werden in einer heißen gusseisernen Pfanne an den Tisch gebracht. Dazu gibt es verschiedene Saucen, geriebenen Käse und Weizentortillas. Selbstverständlich stehen auch Burger und die klassischen Quesadillas, Tacos und Enchiladas auf der Speisekarte.
hamburg.de

Intervisions #8: Die Künstlergruppe „Intervisions“ untersucht mittels Zoom-Performance gemeinsam mit anderen KünstlerInnen und ExpertInnen das, was uns alle zurzeit gesellschaftlich beschäftigt. In der achten Ausgabe der Show im Lichthof Theater erlebt das Publikum eine exklusive Parcoursinstallation in den einzelnen digitalen Räumen des Video-Konferenz-Tools. Dabei gehen sie der Frage nach, wie künstlerische Skizzen und Visionen in Zeiten des „New Normal“ aussehen. Um 20 Uhr im Netz.
hamburg.de

Θ FOFFTEIN

Das ging schnell: Udo Lindenberg hat seinen Porsche zurück. Das 600.000 Euro teure Auto war dieser Tage aus der Tiefgarage des Hotel Atlantic gestohlen worden. Das hatte Udo bemerkt, als er nachts um drei Uhr eine schnelle Runde drehen wollte. Nun wurde der Sportwagen in der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses in Ahrensburg aufgefunden. Eine Bewohnerin hatte das unbekannte Gefährt der Polizei gemeldet. Die Beamten werden nun den Wagen nach Spuren der Täter untersuchen, bevor Udo wieder den Zündschlüssel ins Schloss stecken darf.
ndr.de

Hatte ’ne transzendentale Connection mit meiner geheimen Raumkapsel Porsche R (wie: Rock’n’Roll!). Das Auto wollte zu mir zurück, klare Sache. No Panic, Udo Freuberg, Juhuu!
Udo Lindenberg schreibt er freudig mopo.de

Heute ist der Anti-Drogen-Tag. Kommen Sie dennoch gut durch den Freitag und wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende. Am Montag lesen wir uns wieder.

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