Donnerstag, 22. Oktober 2020
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    Der Countdown am Rothenbaum läuft

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    Am Hamburger Rothenbaum laufen die Vorbereitungen zu den am Samstag beginnenden Hamburg European Open 2020 auf Hochtouren. Die Organisatoren blicken zufrieden auf das Teilnehmerfeld. „Wir haben fünf Top-Ten-Spieler und dazu viele Akteure, die bisher noch nicht in Hamburg waren“, sagte Veranstalter Peter-Michael Reichel bei einem heutigen Pressegespräch. Einer war es aber schon oft: Philipp Kohlschreiber – er kommt zum 16. Mal an den Rothenbaum!

    „Der ATP-Weltmeister Stefanos Tsitsipas hat noch nie am Rothenbaum aufgeschlagen. Er ist der coole junge Spieler, den die jungen Leute sehen wollen“, sagte Reichel. Der Weltranglistensechste aus Griechenland befand sich am Donnerstagnachmittag bereits im Anflug auf Hamburg.

    Turnierdirektorin Sandra Reichel hob den Weltranglistenfünften Daniil Medvedev hervor: „Medvedev ist ein ganz besonderer Typ, der gerade noch im Halbfinale der US Open stand.“ Der 24-jährige Russe, der die Meldeliste der Hamburg European Open anführt, ist in New York in der Vorschlussrunde gegen den späteren Turniersieger Dominic Thiem (Österreich) ausgeschieden.Eine Hauptfeld-Wildcard erhält der deutsche Davis-Cup-Spieler Dominik Köpfer, der seine Premiere am Rothenbaum feiert. „Dominik Köpfer hat sich seit seinem Erfolg bei den US Open 2019 in den Top-100 etabliert. Aktuell spielt er ein hervorragendes Turnier auf Sand in Rom und hat sich die Wildcard am Rothenbaum absolut verdient“, ließ Klaus Eberhard, der Sportdirektor des Deutschen Tennis Bundes (DTB), mitteilen. Der 26-Jährige frühere US-Collegespieler, der 2019 in Flushing Meadows als Qualifikant ins Achtelfinale eingezogen war, erreichte in dieser Woche in Rom über die Qualifikation erstmals das Hauptfeld eines Masters-Turniers und wehrte bei seinem Erstrundensieg gegen den australischen US-Open-Viertelfinalisten Alex de Minaur sogar einen Matchball ab. 

    In der vergangenen Woche war eine Wildcard bereits an Routinier Philipp Kohlschreiber vergeben worden. Der 36-jährige Augsburger steht vor seiner 16.Teilnahme beim Rothenbaumturnier; er ist damit der alleinige Rekordteilnehmer bei dem Sandplatz-Klassiker in der Hansestadt.

    Philipp Kohlschreiber kam 2017 ins Halbfinale, musste aber leider im zweiten Satz wegen Oberschenkelproblemen aufgeben. Den ersten Satz hatte der Augsburger gegen Florian Meyer gewonnen. Mit der Teilnahme in diesem Jahr wird die aktuelle Nr. 82 der Welt zum alleinigen Rothenbaumrekordteilnehmer – mit seiner 16. Teilmahme. Respekt! © Kai Wehl

    Die dritte Wildcard, mit der ursprünglich Deutschlands Nummer zwei, Jan-Lennard Struff, ausgestattet worden war, ist wieder frei geworden, da der Weltranglisten-30. aus Warstein als dritter Nachrücker noch ins Hauptfeld gerutscht ist.Seit Donnerstag sind nun auch die Wildcards für die Qualifikation bekannt. Diese gehen an den Hamburger Lokalmatador Marvin Möller (21), der 18 Monate lang an einer Handgelenksverletzung laborierte, Mats Moraing (28), den Weltranglisten-227. aus Mülheim/Ruhr und Mats Rosenkranz (ATP 638/22) aus Essen, der sich mit seinen Leistungen bei der DTB-Pro-Series im Sommer empfohlen hat.   

    Vorreiterrolle beim Hygiene-Konzept

    Turnierdirektorin Sandra Reichel betonte, dass sie mit dem Hygiene-Konzept des Turniers „eine Vorreiterrolle“ auf der ATP-Tour einnehmen wolle. „Die Tenniswelt blickt auf uns. Wir sind erst das zweite Turnier, bei dem Zuschauer zugelassen sind. Wir haben eine riesengroße Verantwortung. ‚Health First‘ lautet das Motto für Spieler, Zuschauer und Mitarbeiter.“

    Sind glücklich über das beste Teilnehmerfeld seit 2008 – damals hatte das Rothenbaum-Turnier noch Masterstatus – und präsentieren ein umfangreiches Hygienekonzept für Spieler und Zuschauer: Turnierdrektorin Sandra Reichel und ihr Vater und Veranstalter Peter-Michael Reichel. © Kai Wehl

    Bei dem Turnier der ATP-500er-Serie sind unter strengen Gesundheitsschutz-Auflagen 2300 Zuschauer im runderneuerten Rothenbaum-Stadion zugelassen. Die Außenplätze sind für Besucher geschlossen. „In diesem Jahr sind die Tickets, die personalisiert ausgegeben werden, nur online oder über die Hotline buchbar. Am Eingang zur Anlage werden die Personalien geprüft, und es sind Gesundheits-Fragebögen auszufüllen. Außerdem gilt bis zum Einnehmen des Sitzplatzes die Maskenpflicht, und es ist der Abstand zu wahren. Dennoch erwartet die Besucher auf der Anlage eine einladende Atmosphäre. Verschiedenste Foodtrucks bieten ein abwechslungsreiches Angebot an Speisen und Getränken. Es ist wirklich für alles gesorgt“, erklärte Sandra Reichel die Situation. 

    Eröffnungsevent am Sonntag

    Am Sonntag (17.30 Uhr) steigt auf dem modernisierten Center Court das Eröffnungsevent der Hamburg European Open 2020. Johannes B. Kerner, Vereinsmitglied des Club an der Alster, und die frühere Weltranglistensiebte Barbara Schett aus Österreich werden durch das Programm führen und die Top-Spieler des Turniers vorstellen. Außerdem findet noch ein Exhibition-Doppel statt. „Wer die Teilnehmer sind, verraten wir noch nicht, das wird eine Überraschung“, sagte Sandra Reichel. Wer ein Ticket für den Qualifikationssonntag (ab 30 Euro) erwirbt, kann auch bei der großen Eröffnungsfeier am Abend dabei sein. 

    Ticketinformationen

    Eintrittskarten für alle Turniertage vom 19. bis 27. September sind erhältlich über die Telefon-Hotline (Tel. 01806-991175) und über den Online-Ticketshop auf der Veranstaltungshomepage (www.hamburg-open.com).     

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