Mittwoch, 28. Oktober 2020
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    Vom Glück, arbeiten zu dürfen

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    TV-Kommissarin Helen Dorn ermittelt in Hamburg, gedreht wird bis November. Mit dabei, der Schauspieler Christoph Tomanek aus Rotherbaum. Als Staatsanwalt Bock. Wir sprachen mit ihm über TV und Theater in Corona Zeiten und haben einen Filmtipp parat.

    Es ist wirklich nur eine ganz kleine Rolle“, sagt Christoph Tomanek lächelnd. Aber sie ist der Grund dafür, dass wir gerade im Café Leonar bei einem Cappuccino zusammen sitzen. Seit 1998 wohnt er um die Ecke, er kam nach Hamburg und ging ans Thalia Theater. Später zog er mit seiner Frau ins Grindelviertel. „Ich bin gerne hier geblieben, weil es das schönste Viertel Hamburgs ist“, sagt der dreifache Vater, „so voller Lebendigkeit mit seinen vielen Cafés, Restaurants und Künstlern, die hier leben oder arbeiten.“ Etwa an den Kammerspielen, auf dessen Bühne er auch schon stand, unter anderem in „Ghettoswinger“. Demnächst geht es aber erst einmal zu den Dreharbeiten von „Helen Dorn“. Zwei neue Krimis werden an mehreren Orten in der Stadt aufgenommen. Seit gut einem Jahr steht Tomanek auf der Besetzungsliste der seit 2014 ausgestrahlten Reihe. „Ich habe mich über die Rolle gefreut. Auch, wenn ich nur in 2 bis 3 Szenen pro Film zu sehen bin.“ Der Reiz läge darin, in der kurzen Zeit kleine Farbtupfer zu setzen, so der Schauspieler der meist mit der Hauptdarstellerin im Clinch liegt. „Helen Dorn geht ihren eigenen Weg und hält sich nicht an Hierarchien. An sich sympathisch, für mich als Staatsanwalt natürlich nicht.“ Nicht die einzige feste Krimi-Rolle für den 51-Jährigen, dessen Fokus auf Theater liegt. Bei „Morden im Norden“ spielt er den Gerichtsmediziner. „Gerade in Corona-Zeiten sind feste Gagen, mit denen man rechnen kann für Schauspieler ein Glücksfall. Viele meiner Kollegen, vor allem die, die als freie Schauspieler am Theater arbeiten, haben das leider nicht.“ Es herrscht bekanntermaßen relativer Stillstand. Trotzdem geht es auch dort für ihn weiter. „Im Januar feiere ich mit dem Stück ‚Gespenster‘ von Henrik Ibsen am Ernst Deutsch Theater mein Regiedebüt. Das Stück hat mich schon lange beschäftigt, der Inhalt fasziniert mich. Anlässlich der Eröffnung eines Asylheims, man kann auch Flüchtlingsheim sagen, treten familiäre Dinge aus der Vergangenheit ans Tageslicht, die zu einer Katastrophe führen. Diese Thematik ist auch heute noch hochmodern.“ Jetzt wird aber erst mal gedreht, für die Samstagskrimireihe „Helen Dorn“. kw

    TV-TIPP:
    Ermittelt seit kurzem auch in Hamburg: Kriminalhauptkommissarin Helen Dorn (Anna Loos). Mit dabei ist Christoph Tomanek aus Rotherbaum, mit einer kleinen Rolle als Staaatsanwalt Bock, der mit dem “Freigeist” der Frau Dorn so seine Probleme hat. © ZDF/Georges Pauly
    Kriminalhauptkommissarin Helen Dorn (Anna Loos) hat bereits bei uns in der Stadt ermittelt. In „Kleine Freiheit“ – es war die Hamburg-Premiere der Reihe. Ebenfalls mit Christoph Tomanek als Staatsanwalt Bock. Es geht um einen seit 14 Jahren verschwundenen Jungen. Der mutmaßliche Täter wurde in Hamburg aufgegriffen …
    Läuft am Samstag, 24. Oktober um 20.15 Uhr im ZDF!

    Aufmacherfoto: Dreht gerade eine Krimiserie und feiert im Januar sein Regiedebüt: Schauspieler Christoph Tomanek aus Rotherbaum. © Kai Wehl

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