Mittwoch, 25. November 2020
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    Start Politik & Gesellschaft "Irgendwas mit Digitalisierung reicht nicht!"

    “Irgendwas mit Digitalisierung reicht nicht!”

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    Die digitale Revolution stand am vergangenen Dienstagabend im Mittelpunkt der Vortragsveranstaltung im Hotel Vier Jahreszeiten, zu der Kristina Tröger, Präsidentin und Initiatorin des Club europäischer Unternehmerinnen e. V. (CeU), lud. 50 Club-Damen folgten der Einladung, um dem Vortrag von Prof. Klemens Skibicki von der Profski GmbH Gehör zu schenken. Wir waren dabei!
    Bereit für den Vortrag! CeU-Präsidentin Kristina Tröger, Redner Prof. Klemens Skibicki und Redakteurin Kimberley Schulz (r.).

    „Irgendwas mit Digitalisierung reicht weder für den Standort Deutschland noch für einzelne Unternehmen – Corona als letzter Weckruf der digitalen Transformation?!“

    So lautete das Vortragsthema vom extra aus Köln angereisten Prof. Klemens Skibicki, Wirtschaftshistoriker und Experte für den digitalen Strukturwandel. Die 50 geladenen CeU-Ladies erlebten einen spannenden und anschaulichen Vortrag und erfuhren, wieso es so vielen Entscheidern in Wirtschaft und Gesellschaft so schwerfällt, sich auf die digitale Revolution einzulassen. Dieselbe Argumentation, die bei vielen digitalen Neuerscheinungen wie der Gründung von Facebook in 2004 oder der Markteinführung des Smartphones in 2007 zu hören war – „blöd“, „überflüssig“ etc. – hat Skibickis Unternehmen Profski bei seinen historischen Recherchen zum Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft wiedergefunden. Laut Skibicki fiel es den Menschen immer schwer, sich auf das Potenzial des Neuen einzulassen bzw. es überhaupt zu erkennen. „Der Wandel in den Köpfen ist am schwierigsten“, da „ein Gehirn immer versucht, die Informationen zu finden, die zum Erlernten passen“, wissenschaftlich: „confirmation bias“. Fälschlicherweise drehe sich laut Profski die Diskussion zum Thema Digitalisierung auch zu oft um Technologien. In erster Linie gehe es bei der „digitalen Transformation um ökonomische Fragen“, wie „was sind die neuen Rollen, die sich für Unternehmen ergeben bzw. möglich sind“. Der neue Werttreiber des digitalen Zeitalters seien die „Daten“, und hier hätten wir Deutschen mit unserer „Sorge vor Mißbrauch“ erhebliche Wettbewerbsnachteile, die durch die DSGVO immens verstärkt worden seien. Wenn neue Technologien derart schnell angenommen werden wie in den letzten Jahren, beispielsweise Smartphones oder ecommerce, dann „ist es das, was die Menschen immer schon gemacht hätten, wenn sie gekonnt hätten“. Und es mache keinen Sinn, sich mit seinem Unternehmen dagegenzustellen, sondern man müsse die eigenen Geschäftsmodelle daraufhin hinterfragen. Wesentlich sei auch die Erkenntnis, dass die durch die digitalen Medien ermöglichte Nähe zum Markt eine bisher unbekannte Echtzeitmarktforschung biete, die man nutzen müsse, um im Wettbewerb bestehen zu können. Prof. Klemens Profski nennt dies „Management by DJ“ als neues, erstrebenswertes Managementmodell.  

    Wie immer konnten die anwesenden Ladies nach den informativen Ausführungen viele Fragen stellen, so dass sich eine angeregte Diskussion entwickelte. Vorweg wurde ein köstliches 2-Gänge-Menü serviert. Eine gelungene Veranstaltung des CeU in Hamburg, die trotz strikter Einhaltung der Corona-Regeln ein schönes Beisammensein ermöglichte.

    Im Dezember feiert der Club europäischer Unternehmerinnen e. V. übrigens sein 5 jähriges Jubiläum, welches den Umständen entsprechend mit der Jahresabschlussveranstaltung gefeiert werden soll. Wir sind gespannt!


    PR-Lady Alexandra von Rehlingen, Künstlerin Siva Fröhlich und Berendsohn AG-Vorstandsvorsitzende Astrid Schulte (v.l.).
    DAFC-Präsidentin Dorothee Hagen und CeU-Vizepräsidentin Marina Tcharnetsky (r.).
    DB Station & Service AG-Vorstandsmitglied Heike Fölster und Gustafsen & Co-Leiterin Andrea Dieckmann (r.).
    Rechtsanwältin Katharina Eucken und stellvertretende Reinhard Frank Stiftung-Vorsitzende Dr. Frauke Rawert (r.).
    i-Collect-Managing Director Melanie Hackler und Kayapato-The Noble Spa-Inhaberin Ayla Karakaya (r.).
    Rechtsanwältin Julia Mundt und PR-Lady Marietta Andreae (r.).

    Bilder: U. Tröger / CeU

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