Dienstag, 24. November 2020
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    Welcher Lockdown genau wird es werden? Hafen freut sich über geringen Umsatzverlust, Senat will Grundgesetzänderung

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    Guten Morgen: Tage von Blut, Schweiß und Tränen. *

    Θ HAMBURG

    Die Lage soll ernst sein: Bürgermeister Peter Tschentscher wird die HamburgerInnen mit einleitenden Worten einer Regierungserklärung auf schwere Zeiten in der Corona-Krise einstimmen. Am Mittwoch werden weitreichende Beschränkungen des öffentlichen Lebens auch für Hamburg beschlossen. Weil die Sitzung der Länderchefs mit der Kanzlerin parallel stattfindet, wird Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard – und nicht die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank – die mahnende Regierungsrede fortsetzen. Später soll mit den Stimmen der Opposition von CDU, Linke und FDP in der Bürgerschaft ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss beschlossen werden, der die Rolle des ehemaligen SPD-Bürgermeisters Olaf Scholz bei der mutmaßlichen Affäre um eine ungerechtfertigte Bevorzugung der Warburg Bank beim CumEx-Steuerbetrug aufklären soll.
    ndr.de (Regierungserklärung), hamburgische-buergerschaft.de (Sitzung ab 13.30 Uhr im Livestream), zeit.de, welt.de, ndr.de, bild.de, leopoldina.org, Adlerauge (Typologien der diversen Lockdowns)

    Das wird eine Rede, die keine Fragen mehr offen lassen wird.
    Kanzlerin Angela Merkel will dann am Donnerstag im Bundestag mit ihrer Regierungserklärung begründen, warum am Mittwoch Dinge beschlossen wurden, die weh täten, nicht schön seien und die nicht bis Freitag hätten warten können.
    bz-berlin.de

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    Hamburg Konvent Mitreden: Culturally Concerned – Welche Rolle hat Kultur in Hamburg? Tulga Beyerle, Leiterin des Museums für Kunst und Gewerbe, Carsten Brosda, Senator der Behörde für Kultur und Medien, und Tim Renner, Musikproduzent, Berliner Staatssekretär für Kultur a.D., diskutieren was beim Thema Kultur in Zukunft wichtig wird und warum. Interessierte Bürger:innen können sich hier anmelden und ihre Fragen im Chat stellen. Moderiert wird der Talk von Julian Petrin, Urbanista – Büro für Stadtentwicklung. Was ist uns wirklich wichtig, wie wollen wir leben? Hamburg Konvent diskutiert die Zukunft der Stadt. Hier können Sie den Newsletter abonnieren. Online-Livetalk, am Donnerstag, 29.10 um  9 Uhr

    Unklare Infektionslage: Vor dem anstehenden Lockdown, über dessen Ausgestaltung heute Bürgermeister Peter Tschentscher mit Kanzlerin Angela Merkel beraten wird, betont jeder Lebensbereich nicht das Problem bei der Verbreitung des Virus zu sein. Hamburger Gastronomen, die wohl wieder besonders betroffen sein werden, weisen eine Schuld von sich. Genau wie die Kultur, die sichere Unterkunft als zuhause biete, wie Kultursenator Carsten Brosda warb. An Schulen hätten sich die Betroffenen die Infektionen zu 90 Prozent außerhalb eingefangen. Ja, aber zehn Prozent eben auch dort, wird dagegengehalten. Der Senat erklärte, dass die meisten Menschen zumeist nicht wissen, wo sie sich angesteckt hätten, was eher zu unspezifischen Maßnahmen führen wird.
    abendblatt.de (Gastronomen), welt.de (Kultur), facebook.jmwell, ndr.de, facebook.walter.scheuerl (Schulen), twitter.OlafGersemann, ndr.de (Nichts genaues weiß man nicht)

    Oder den Bus und die U-Bahn zu meiden, indem man mit dem Rad fährt.
    Da hat sich der HVV so viel Mühe gemacht, zu erklären, dass man sich im Nahverkehr nicht anstecken kann und dann kommt ein radelnder Virologe um die Ecke und macht alles kaputt. Der Verkehrsverbund hat derweil die geplanten Freifahrten an Sonnabenden auf das kommende Jahr verschoben.
    ndr.de, mopo.de

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    Wie wollen wir in Hamburg künftig leben – und wovon? Die Coronakrise zeigt mehr als deutlich, dass wir es uns nicht leisten können, auf die Zukunft zu warten. Die Handelskammer Hamburg hat daher die Initiative „Hamburg 2040“ ins Leben gerufen. Dazu brauchen wir Ihren Input, Ihre Ideen, Ihre Visionen. Machen Sie mit und schicken Sie uns Videos, Bilder, Texte mit Ihren Ideen für Hamburg 2040 oder nehmen Sie an unserer Mitgliederumfrage teil. Alle Infos unter hamburg2040.de

    Bei der Arbeit: Justizsenatorin Anna Gallina ist froh nach den Berichten über den möglichen Spesenbetrug ihres ehemaligen Lebenspartners Michael Osterburg, nun Akzente im Amt setzen zu können. So bohrt sie für die rot-grüne Koalition gleich ein dickes Brett und will das Grundgesetz ändern. Dort tauche der Begriff der Rasse auf, die es, im Gegensatz zu Rassismus, gar nicht gebe. Die Linke ist dabei auch an ihrer Seite, während die AfD der Änderung des Sprachgebrauches nichts abgewinnen kann. Einen personalpolitischen Erfolg kann Gallina schon verbuchen. Nachfolger der Präsidentin des Oberlandesgerichts, Erika Andreß, wird einvernehmlich Marc Tully der seit zwei Jahren als Präsident des Landgerichts wirkt.
    welt.de (Vorwürfe), zeit.de, mopo.de (Grundgesetz), twitter.LinksfraktionHH (Linke), abendblatt.de (Präsident OLG)

    Hafen ist ganz glücklich: Geschäft an der Kaikante geht aufgrund Corona nur um vier Prozent zurück ndr.de
    Geflüchtete in Unterkunft sind infiziert: 70 Fälle in Rahlstedt werden nun isoliert welt.de
    Corona beim Caritas-Verband: Hilfsangebote müssen reduziert werden hinzundkunzt.de
    Schnelle Testung: Luftfahrtbranche hofft in Hamburg auf neue Maßnahmen, um Kunden zurückzugewinnen shz.de
    Sorge um Anjes Tjarks: Mobilitätswendesenator ohne Fototermin am Dienstag facebook.tjarks.anjes
    Ehre für Metropolis: Programmkino wird mit dem Kinopreis des Kinematheksverbundes 2020 bedacht twitter.hh_bkm

    Wetter heute: Wechselnd bewölkt und zumeist trocken bei maximal 13 Grad.
    wetter.net

    Θ ZAHL DES TAGES

    118 Millionen Euro soll die Stadt Hamburg verschwendet haben, wie das Schwarzbuch des Steuerzahlerbunds anmahnt. Mit der Summe hatte der Senat die Logistik-Gruppe Buss beglückt, die dafür 2016 ein gepachtetes Hafengrundstück in Steinwerder mit ohnehin schleppendem Geschäft vor dem Laufzeitende geräumt hatte. 90 Mitarbeiter verloren ihren Job. Bis heute ist unklar, was mit dem Gelände passieren soll, das in fünf Jahren ohne Ausgleich an die Stadt zurückgefallen wäre. Die so sanierte Firma ist derweil auf einem guten Weg.
    ndr.de, dvz.de

    Θ DEUTSCHLAND & DIE WELT

    Striktere Kontaktbeschränkungen immer wahrscheinlicher: Kanzlerin Angela Merkel will die Ministerpräsidenten während der für diesen Mittwoch angesetzten Schaltkonferenz von harten Maßnahmen überzeugen, um einen Kontrollverlust angesichts der zunehmenden Corona-Neuinfektionen zu verhindern. Demnach ist man im Kanzleramt überzeugt, dass eine kurze und klare Bremse eingelegt werden müsse. Nur so könne ein längerer Lockdown wie im Frühjahr verhindert werden, der verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft hätte. Zugleich wird in der Politik über kurzzeitige, aber strenge Lockdowns diskutiert, die die Infektionswelle mit den wöchentlich stark steigenden Infektionszahlen brechen sollen.
    tagesspiegel.de, zeit.de

    CDU-Politiker widersprechen Merz im Parteitags-Streit: Führende CDU-Politiker haben die Kritik ihres Parteikollegen Friedrich Merz an der Vertagung des CDU-Parteitages zurückgewiesen. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier bezeichnete die Kritik von Merz als albern, falsch und widersinnig. Einen Parteitag trotz Corona im Dezember abzuhalten, sei von allen Beteiligten abgelehnt worden, sagte Bouffier der FAZ. Auch Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet verwiesen auf die Corona-Lage, die der einzige Grund für die Verschiebung gewesen sei.
    faz.net, tagesspiegel.de, de.reuters.com, spiegel.de

    Union kontert: Nachdem Arbeitsminister Hubertus Heil einen Gesetzentwurf für ein Recht auf Homeoffice vorgelegt hat, konterte die Union jetzt mit einem Gegenentwurf rnd.de
    Mohammed-Karikaturen: Frankreich mahnt Bürger im Ausland zur Vorsicht spiegel.de
    Bundeswehr: Bundespräsident Steinmeier appelliert an Soldaten, rechtsextreme Kameraden zu melden spiegel.de

    Θ STADT & LEBEN

    Suding für mehr Corona-Demokratie: Verfügungen zur Corona-Bekämpfung soll die Bundesregierung nicht mehr ohne Zustimmung des Parlaments erlassen. Dafür solle die Ausnahmeregelung, nach der etwa die Kanzlerin mit den Länderchefs auch drastische Maßnahmen ohne Debatte im Bundestag beschließen darf, zurückgenommen werden. Dies fordert FDP-Bundesvize Katja Suding. „Wir sollten die im März beschlossene Notlagesituation aufheben und die Entscheidungen wieder ins Parlament verlagern – dahin, wo sie hingehören“, sagte sie dem Sender „Hamburg Zwei“ im Stadt-Talk mit Gastmoderator Matthias Onken. Eine „breite demokratische Legitimation“ würde zu besseren Entscheidungen und mehr Akzeptanz führen, erklärte Suding, die vor Kurzem überraschend angekündigt hatte, sich aus der Politik zurückziehen zu wollen.
    hamburg-zwei.de (Sendetermin: Donnerstag, 19 Uhr)

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    Selbstbewusste Mitarbeiter oder ängstliche Ja-Sager? Zugegeben: ängstliche Ja-Sager lassen sich leichter führen. Sie übernehmen brav auch mal Sonderarbeiten und strengen sich mächtig an, um der Führungskraft oder einem Kunden zu gefallen. Doch das kann zum Bumerang werden – vor allem, wenn sie sich gleichzeitig nicht wertgeschätzt fühlen. Fehler werden aus Angst vor Konsequenzen verschwiegen, der Frust steigt durch Überarbeitung oder Überforderung und im schlimmsten Fall hat der/ die Mitarbeiter/in innerlich schon lange gekündigt, bevor er (oder sie) es ausspricht. Loyalität und Leistungsbereitschaft gehen in den Keller. Gerade deswegen sollten Mitarbeiter in ihrem Selbstwert gestärkt werden.
    danielalandgraf.com

    Restaurant-Tipp – Gans in St. Georg: Im Stadt Restaurant im Hotel Reichshof gibt es ein Gänsemenü mit vier Gängen. Vorab wird ein geräuchertes Karpfenfilet mit Rosenkohl, Kürbiskern, Fichtenöl und Kohlsuppe serviert. Dem folgen hausgemachte Piroggen mit Blumenkohl, Bio-Ei, Trüffel und Nussbutter. Als Hauptgang wird „Gans im Glück“ – Zarte Brust & gezupfte Keule mit hausgemachtem Sauerkraut, Semmelknödel, Quitte, Marone und Schokolade gereicht. Als Dessert steht Mohnkuchen-Tarte mit Pflaumen-Eis und Vanille-Schaum auf der Karte. Das Menü gibt es für 59 Euro pro Person. Um Reservierung wird gebeten.
    hamburg.de

    „Doch das Böse gibt es nicht“: So heißt der neue Kinofilm des iranischen Regisseurs und politischen Aktivisten Mohammad Rasoulof. Das Drama erzählt vier Geschichten über Menschen, deren Leben vor existenziellen Herausforderungen stehen. Die Produktion entstand ohne Genehmigung und unter großem persönlichen Risiko. Bei der Premiere sind Regieassistent Ashkan Najafi und Co-Produzent Farzad Pak anwesend. Um 20 Uhr im Zeise Kino.
    hamburg.de

    Θ FOFFTEIN

    Die Lage ist ernst: Der Trompeter Till Brönner harmoniert mit Ina Müller in ihrer NDR-Nacht und hat nun einen dramatischen Appell an die Politik veröffentlicht, die Kultur in schwierigen Zeiten zu stützen. Brönner konstatiert aber auch, dass die Branche mit ihren vielen Beschäftigten und der hohen wirtschaftlichen Bedeutung keine starke Stimme in Berlin habe, wo zumindest am Mittwoch die Branche mit einer Demonstration auf sich aufmerksam machen will. Unterstützung findet Brönner bei Finanzsenator Andreas Dressel, der fordert, dass der Bund finanziell dafür gerade stehen müsse, wenn er mit weiteren Corona-Maßnahmen die wirtschaftliche Existenz von Gastronomen, Soloselbstständigen und Künstlern gefährde.
    youtube.com (Harmonie), facebook.tillbroenner (Appell), ndr.de (Dressel)

    Heute ist der Tag, um an die Infektionskrankheit Polio zu erinnern und Bill Gates wird 65 Jahre alt… Wir wünschen Ihnen eine schöne Wochenmitte.

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