Dienstag, 24. November 2020
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    Schnelltests gegen Corona sollen die Lösung sein, Hamburger sollen analoges Kontakttagebuch führen, Filmfest-Chef wird 60 und kriegt Medaille geschenkt

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    Guten Morgen: Kann man sich alles nicht so schnell ausdenken. *

    Θ HAMBURG

    Schnelltests sollen schnelle Lösung werden: Auf dem Spielbudenplatz soll in zwei Wochen eine Corona-Test-Station eröffnen, die für 24,95 Euro in 15 Minuten erkennt, ob eine Infektion vorliegt. Mit einem negativen Ergebnis könnte man wieder feiern gehen oder die Oma im Altenheim besuchen. Die schon länger bekannte Idee des sogenannten „Corona-Freepass“ soll nun allerdings auch die Unterstützung des Bezirksamts Mitte und des Gesundheitsamtes erhalten haben. Neun weitere Stationen sollen schon in Planung sein. Statt der unangenehmen Einführung von Teststäbchen in den Rachen, muss hier nur gegurgelt werden. Bald soll Künstliche Intelligenz am Husten ins Handymikrofon erkennen, ob eine Infektion vorliegt.
    mopo.de (Gurgeln), abendblatt.de (Stäbchen), 1e9.community (Husten)

    Nach derzeitigem Planungsstand sind diese aber nur für besonders systemrelevante Bereiche vorgesehen, um gezielt dort Quarantänezeiten vermeiden zu können.
    Auch die Hamburger Polizei setzt auf den Einsatz schneller Tests.
    abendblatt.de

    Schnelltests in der Schule: Die von vielen Corona-Fällen betroffene Ida Ehre Schule läßt am Freitag alle Lehrer und Schüler mit einem Schnelltest auf das Virus testen. Die Einrichtung bleibt bis Montag geschlossen. Das Vorgehen ist noch ungewöhnlich, aber zeigt, dass die Infektionsdynamik auch an den Schulen zunimmt. An 200 Schulen soll es derzeit Infektionen geben. 90 Klassen sind in Quarantäne. Derweil wird eine verzweifelte Lehrerin der Stadtteilschule Alter Teichweg in Dulsberg gar nicht getestet. Sie muss in Quarantäne bleiben und darf sich ohne ein überfälliges Schreiben des Gesundheitamtes trotz Symptomen nicht testen lassen.
    ndr.de, facebook.nicole.kloppenburg

    Schnelltests in der Wirtschaft: Auch der Präses der Handelskammer, Norbert Aust spricht sich für den Einsatz von Corona-Schnelltests aus, um die Wirtschaft nach dem Lockdown wieder ans Laufen zu bringen. Zudem müsse die Stadt schon jetzt eine Impfkampagne entwickeln, bei deren Umsetzung die Hamburger Wirtschaft helfen könne. Beides seien aber nur kurz- und mittelfristige Maßnahmen. Wichtig sei es, eine Strategie für die Zeit nach Corona zu entwickeln. Unter dem Motto „Mit Innovation aus der Krise“ sammelt die Kammer derzeit Ideen wie die Vision 2040 für Hamburg aussehen könnte. Bei der ersten virtuellen Plenumssitzung am Donnerstag gab sich die Kammer zudem eine neue Satzung, die mehr, aber auch nicht zu viel, Einfluss von einzelnen Unternehmen zulässt.
    hk24.de

    Das bunte Hamburg steht auf dem Spiel.
    Wenn die Stadt nun schon Tätigkeitsverbote mit – gefühlt – willkürlichen Maßnahmen beschließt, muss wenigstens die finanzielle Hilfe schnell kommen, fordert Handelskammer-Präses Norbert Aust.
    hk24.de

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    Diesen Sonntag in der WELT AM SONNTAG Hamburg: Ein bekannter Hamburger Unternehmer schildert, wie er Opfer eine IT-Erpressung wurde. Kultursenator Carsten Brosda erklärt, wieso ihn die Corona-Politik der Bundesregierung unglücklich macht. Ein Hapag-Lloyd-Manager schildert, warum die Reederei gerade so gute Geschäfte macht. Dazu: Die Hamburger Schauspielerin Neda Rahmanian kommt am Montag in der ARD groß heraus – und die Kolumne von Stefan Aust. Sonntag am Kiosk, beim Bäcker oder hier drei Wochen kostenlos zur Probe: wams.de/lesen

    Haftstrafen für einen Spickzettel: So falsch textet die taz das Urteil gegen die als „Die Drei von der Parkbank“ bekannten drei LinksaktivistInnen an, die zu Freiheitsstrafen ohne Bewährung von unter zwei Jahren verurteilt wurden. Bei den zwei Männern und einer Frau waren in der Nacht zum ersten G20-Gedenktag neben dem Spickzettel vor allem auch mit Benzin gefüllte Flaschen sowie Feuerzeuge bei den Nichtrauchern gefunden worden. Weil die geplanten Anschläge sich wohl nur gegen Sachen gerichtet hätten, wie die Richterin argumentierte, bleibt das Urteil aus Sicht neutraler Beobachter im angemessenem Rahmen. Derweil wurde eine Frau freigesprochen, die ihren Mercedes angezündet haben soll und den Schaden aus dem G20-Hilfsfond erstattet haben wollte.
    taz.de, welt.de (Verurteilung), abendblatt.de (Freispruch)

    Altona steht zusammen: Bezirk solidarisiert sich mit angefeindeter islamischen Gemeinde mopo.de
    Joachim Lenders hat aufgehört: Neuer Chef der Polizeigewerkschaft, Thomas Jungfer kritisiert gleich Innensenator Andy Grote scharf bild.de
    Franziska Hoppermann fängt an: Wandsbekerin wird wohl für die CDU in den Bundestag einziehen facebook.frauen.cduhamburg
    „Rettungsschirm“ für Nahverkehr: Komische Begrifflichkeit in dieser Zeit, wenn ein Eigentümer, zumal ein städtischer, schlicht die Liquidität seiner Geschäftstätigkeit sichern muss ndr.de

    Wochenend-Wetter: Wechselnd bewölkt und zumeist trocken bei drei bis 13 Grad.
    wetter.net

    Θ ZAHL DES TAGES

    15 Minuten weniger als 1,5 Meter Distanz: Weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen auch in Hamburg stark zunimmt – am Donnerstag wurde ein Rekordwert von 647 vermeldet – bittet die Gesundheitsbehörde die HamburgInnen nun ein Kontakttagebuch zu führen. Darin soll handschriftlich festgehalten werden, wo man sich unter Menschen befunden hat, an denen man sich hätte anstecken können. Hintergrund ist, dass die Gesundheitsämter nicht mehr nachvollziehen können, wer sich wo das Virus hätte holen können. Die Corona-App, die das digital hätte klären sollen, hat in der zweiten Welle wohl komplett versagt.
    radiohamburg.de, hamburg.de (Tagebuchmuster)

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    Wat mutt, dat mutt! Warum die neuen Regeln gerade jetzt so wichtig sind. Die Antwort darauf gibt es auf hamburg.de/corona. #CoronaHH – Alles, was du jetzt wissen musst

    Θ DEUTSCHLAND & DIE WELT

    Klage in Michigan zurückgewiesen: US-Präsident Donald Trump hat auf die schwindenden Chancen seiner Wiederwahl bereits in mehreren Bundesstaaten mit juristischen Mitteln reagiert. Auf Twitter kündigte er an, sein Team werde in allen Bundesstaaten, in denen Herausforderer Joe Biden zuletzt den Sieg für sich in Anspruch genommen habe, Rechtsmittel wegen Wahlbetrugs einlegen. Es gebe zahlreiche Beweise für Betrug. Twitter versteckte den Tweet hinter dem Warnhinweis, die Inhalte seien „umstritten und möglicherweise irreführend“. Trump kündigte außerdem an, das Ergebnis der Wahl vor dem US Supreme Court anzufechten, sagte aber nicht, auf welcher gesetzlichen Grundlage.
    tagesspiegel.de, zeit.de, n-tv.de

    Coronaleugner veröffentlichen Ramelows Privatadresse: Die Aggressivität der Coronaleugner wächst. Nachdem er die Szene scharf anging, wurde Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow eine Grabkerze und ein Aufruf zu einer Demo der Querdenken-Bewegung in Leipzig vor die Tür gelegt. Zuvor sei seine Wohnadresse in einer Querdenken-Gruppe beim Messengerdienst Telegram verbreitet worden, sagte Ramelow. Darin sei auch dazu aufgerufen worden, ihm Dinge vor die Haustür zu stellen. In der Chatgruppe veröffentlichte eine Birgit K. am Mittwoch Ramelows Privatadresse. K. schrieb in der Chatgruppe, sie sei vom thüringischen AfD-Fraktionschef Björn Höcke zu ihrem Aufruf inspiriert worden.
    tagesspiegel.de, zeit.de

    Wiener Anschlag führt Ermittler ins Ausland: Bei dem Anschlag gibt es nach Angaben von Innenminister Horst Seehofer Verbindungen in die Bundesrepublik n-tv.de
    Oppermann-Nachfolge: SPD-Fraktion will Dagmar Ziegler als Bundestagsvize tagesspiegel.de
    Wirecard-Untersuchungsausschuss im Bundestag tagesspiegel.de
    Bundestag beschließt Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes zeit.de

    Θ STADT & LEBEN

    Popup Art Fair startet: In diesen Tagen gibt es wenig Kunstgenuss im öffentlich zugänglichen Raum, was die Finissage der City Art Week am Wochenende ändern möchte. Von Freitag bis Sonntag können im Schmidtchen City in der Galleria Passage, die Werke Hamburger Künstler für Preise ab 500 Euro erworben werden. Die Popup Art Fair beschließt die City Art Week, bei der großflächige Kunst in mehreren Hamburger Passagen ausgestellt worden war. Das sollte den Künstlern helfen, aber auch der darbenden City neue Attraktivität geben. Die Veranstalter hatten dabei auch auf den verkaufsoffenen Sonntag gehofft, der nun allerdings nicht stattfinden wird. Dafür können sich nun die wirklich Interessierten mehr Zeit für die Kunst nehmen.
    regioactive.de, hamburg-magazin.de

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    „Ich kann noch über diesen Wahnsinn lachen“, verrät Veranstalter Björn Hansen im (fast) täglichen Podcast „Wie ist die Lage?“ über die schwierige Situation in seiner Branche. Außerdem spricht Lars Meier von der Gute Leude Fabrik diese Woche mit Bürgerschaftsvizepräsident André Trepoll über schwierige Beschlüsse, Gesundheitstrainerin Lara Ahlefelder gibt Bewegungstipps fürs Home Office, Coach Lena Wittneben berichtet von Selbstdisziplin und Ex-Bundesligaprofi Richard Golz von seiner neuen Aufgabe bei Altona 93. Das und mehr gibt’s hier.
    PS: Die frische Ernte Meierlikör ist da – für 18 Euro für Mensch Hamburg.

    Restaurant-Tipp – Betriebsrestaurant im Zivilgericht: Die trotz Corona geöffnete Kantine legt großen Wert auf Frische und Qualität. Am Freitag wird Seelachs in Eihülle mit Dillreis und Kerbelsauce, dazu eine Salatbeilage für 5,50 Euro angeboten. Alternativ gibt es Kaiserschmarrn mit Vanillesauce für 3 Euro.
    hamburg.de

    Wird die Corona-Krise zur Kulturkrise? Darüber tauschen sich Kultursenator Carsten Brosda und Kulturveranstalter Corny Littmann am Freitag um 13 Uhr auf YouTube aus. Die Antwort lautet wahrscheinlich: „Ja, aber es ist auch eine Chance“, was Brosda in längeren Sätzen ausformulieren wird. Immerhin will sich das Schauspielhaus nicht unterkriegen lassen und feiert am Sonnabend um 19.30 Uhr die Premiere von „Geschichten aus dem Wienerwald“ in der Inszenierung von Heike M. Goetze. Wenn Sie dabei sein wollen, müssen Sie bis 14 Uhr am Freitag eine Mail an das Theater schreiben. Die ersten tausend Interessenten können das Ereignis im Stream anschauen.
    twitter.vorwaerts (Diskussion), schauspielhaus.de (Theater)

    Θ FOFFTEIN

    Verhaltene Freude: Die Studie eines Hamburger Institutes hat festgestellt, das Hamburg die stärkste Stadtmarke ist und in vielen der eintausend Befragten vorgelegten Kriterien spitze ist. Die Untersuchung wurde 2019 vor Corona durchgeführt und hilft gerade nicht so richtig. Einen besseren Zeitpunkt hätte man auch Albert Wiederspiel gegönnt. Der langjährige Leiter des Hamburger Filmfests erhält die Senator-Biermann-Ratjen-Medaille zu seinem 60. Geburtstag geschenkt. Wann die Medaille überreicht wird, ist ob Corona noch nicht klar. Wiederspiel hätte den Großen Festsaal des Rathauses bei seiner Danksagung für die Anerkennung seines Wirkens statt seines Alters als große Bühne begriffen und ausgefüllt.
    marketing.hamburg.de (Marke), hamburg.de (Wiederspiel)

    Heute konstituiert sich der Parlamentarische Untersuchungsausschuss um Hamburgs Nichthandeln gegen die massive Steuerhinterziehung der Warburg Bank aufzuklären. Kommen Sie gut durch den Freitag und wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende. Am Montag lesen wir uns wieder.

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