Dienstag, 24. November 2020
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    Streit um Schule in Corona-Zeiten, Peinliche Planungsfehler, #hotelsforhomeless sucht Unterstützer, Tag des Flutschutzes

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    Guten Morgen: Guter Plan gefragt. *

    Θ HAMBURG

    Bürgerschaft debattiert über Corona: Die rot-grüne Koalition in der Bürgerschaft bestätigte den Kurs des Senats in der Krise und vor allem das Bestreben, den Schulbetrieb solange wie möglich als Präsenzunterricht fortzusetzen. Die CDU forderte hingegen, die Planung für einen Hybrid-Unterricht zu intensivieren, um schnell auf geteilte Klassen umstellen zu können. Die FDP-Abgeordnete Anna von Treuenfels-Frowein will zusätzlich Luftfilter in den Klassenräumen installieren. Diese Filterung fordert nun auch der SPD-Virusexperte Karl Lauterbach, der ebenfalls für eine Teilung der Klassen plädiert. Da Lauterbach in der Corona-Krise bislang immer Recht hatte, ist es wohl nur eine Frage der Zeit bis die hybride Beschulung beginnt.
    welt.de, ndr.de, hamburg1.de (Bürgerschaft und Corona), swr.de, faz.net (Teilen und Filtern)

    Die Infiziertenzahlen bei Schulkindern steigen stark. Sie sind heute 10 mal (!) höher als in 1. Welle März/April. Selbst im Shutdown steigen die Zahlen. Wenn wir Schulschließungen verhindern wollen, müssen wir mehr machen als jetzt.
    SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach empfiehlt auch Hamburg, sich auf die neue Situation einzustellen. Am Dienstag hatte das Gesundheitsamt bereits die Schließung der Ida Ehre Schule mit 1.200 Betroffenen verfügt.
    twitter.Karl_Lauterbach

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    Ist das Kultur oder kann das weg? – Über Unternehmenskultur in Zeiten der Pandemie: Homeoffice, Abstandsregeln, Video-Calls: Die strengen Pandemie-Maßnahmen bestimmen auch unseren Job-Alltag. Die gemeinsame Kultur, das informelle Lunch in der Kantine und der kreative Austausch am Kaffeeautomaten – bleiben auf der Strecke. Und so mutieren wir langsam zu digitalen Zombies. Ist das die Zukunft der Arbeit? Die Antwort verraten uns drei Kultur-Experten: Alexandra Augustin, Head of HR People & Organization Development bei Tchibo, Irene Oksinoglu, Head of Project Future Work bei Otto und Phillip Poppe, Experte für Raumkonzepte, ebenfalls von Otto. Alles im Tchibo-Podcast „5 Tassen täglich“.
    tchibo.de

    Panne bei Planung: Das sogenannte „Haus der Erde“, das die Universität für die Naturwissenschaft baut, wird mit 303 Millionen Euro fast doppelt so teuer wie geplant. Statt 2019 wird das Gebäude frühestens 2024 benutzbar sein. Hintergrund ist, dass die Anforderungen, etwa an die Klimatechnik, völlig falsch geplant worden waren. Im seit 2015 entstandenen Rohbau ist kein Platz mehr für die nun neudimensionierte Technik, was durch einen Workaround geheilt werden muss. Die Stadt sieht die Schuld nicht bei sich und verklagt nun die inkompetenten Planungsbüros auf Schadensersatz. Offensichtlich gibt es allerdings in den städtischen Bauabteilungen auch niemanden, der die Mängel in der Planung frühzeitig hätte erkennen können.
    zeit.de, ndr.de

    Die Planer haben die die Komplexität der Aufgabe in vorwerfbarer Weise unterschätzt.
    Finanzsenator Andreas Dressel muss sich aber vorhalten lassen, dass das auch für den Bauherren gilt.
    zeit.de

    Panne auch am Pier: Die Landstromanlage am Cruise Center Altona stiftet erneut keinen Nutzen. Nun soll der überraschend aufgetretene Tidehub der Elbe schuld sein, der eine Nachjustierung an der Kaikante und bei den Stromnutzern wie dem Kreuzfahrer „Europa2“ verlangt. Ebbe und Flut erfordern eine neue Nachführung des Stromkabels. Bei einer Präsentation der Anlage, 2018 vor Bürgermeister Peter Tschentscher, war unterschlagen worden, dass aufgrund der damals teuren EEG-Umlagen für den Strom, die Anlage kaum genutzt wurde. Bei der feierlichen Eröffnung 2016 mit Bürgermeister Olaf Scholz wurde vergessen zu erwähnen, dass die Anlage noch gar nicht betriebsbereit war.
    ndr.de (2020), abendblatt.de (2018), welt.de (2016)

    Nun können wir den Landstrom in Hamburg massiv ausbauen.
    Hafensenator Michael Westhagemann freut sich derweil über 42 Millionen Euro vom Bund für den Ausbau der Landstromanlagen. Hoffentlich holt er sich dafür Planer, die die Komplexität der Aufgabe nicht in vorwerfbarer Weise unterschätzen werden.
    hamburg.de (2022)

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    Querdenker am Jungfernstieg: 650 Demonstranten protestieren gegen Corona-Regeln ndr.de
    Querdenker in Schulen: Schulleitung sympathisiert mit Corona-Regeln-Gegner und verrät Mail-Verteiler der Schulbehörde welt.de
    Sorge um Hamburger Tourismus: Branche wird wegen Corona nervöser abendblatt.de, mopo.de
    Erleichterung in Schnelsen: Mutmaßlich verantwortlicher Täter für knapp 50 Brandstiftungen festgenommen ndr.de
    Neue Hoffnung: HSV-Mäzen Klaus-Michael Kühne soll erneuten Erwerb der Namensrechte am Volksparkstadion erwägen mopo.de

    Wetter heute: Bewölkt und regnerisch bei maximal 10 Grad.
    wetter.net

    Θ ZAHL DES TAGES

    77 Prozent der Studierenden vermissen in Corona-Zeiten den Kontakt zu den Kommilitonen. Das ergab eine Umfrage der Universität Hamburg unter 6.085 StudentInnen. Aber immerhin etwas mehr als die Hälfte hat sich mit der digitalen Wissensvermittlung ganz gut arrangiert. Ein Drittel der Befragten tut sich hingegen schwer mit dem kontaktlosen Studium. Auch 471 Lehrende waren im Sommer befragt worden, die der Meinung sind, auf die kurzfristig aufgetretene Notwendigkeit der digitalen Wissensvermittlung gut reagiert zu haben. Etwa die Hälfte der Lehrkräfte will die digitalen Möglichkeiten auch nach der Pandemie in den Vorlesungen anwenden.
    uni-hamburg.de, ndr.de

    Θ DEUTSCHLAND & DIE WELT

    Angela Merkel rechnet mit harter zweiter Welle im Winter: Die Kanzlerin geht davon aus, dass die Pandemie das Land noch den ganzen Winter über beschäftigen werde. Auch die positiven Nachrichten über die Impfstoffentwicklung würden daran nichts ändern und sich noch nicht im Winter niederschlagen. Deshalb müssten Corona-Vorsichtsmaßnahmen weiter gelten. Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet damit, dass sich die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Corona-Patienten vor Monatsende verdoppelt.
    tagesschau.de, spiegel.de

    Wirtschaftsweise rechnen mit abgeschwächtem Einbruch: Angesichts der anhaltend kritischen Corona-Lage haben die Wirtschaftsweisen vor Rückschlägen für die Konjunktur in Deutschland gewarnt. Zwar hob der Sachverständigenrat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr an. Wegen der steigenden Infektionszahlen sehen die Experten aber immer noch viele Risiken. Demnach wird das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 5,1 Prozent sinken. Im Juni waren die Forscher noch von einem Rückgang um 6,5 Prozent ausgegangen. Für 2021 prognostizieren die Wirtschaftsweisen wiederum ein Wachstum um 3,7 Prozent. Finanzminister Olaf Scholz sah durch das Gutachten den Kurs der Regierung bestätigt.
    tagesschau.de, handelsblatt.com

    Anschlag auf Feier mit europäischen Diplomaten in Saudi-Arabien: Im saudischen Dschidda sind bei einer Bombenexplosion mehrere Menschen verletzt worden tagesspiegel.de
    Gesundheitsminister Spahn plant großen Wurf: Das sind die Eckpunkte der Pflegereform tagesspiegel.de
    Ländliche Regionen benachteiligt: Weg in Klinik dauert häufig bis zu 30 Minuten n-tv.de
    11. November: Europa gedenkt Ende des Ersten Weltkriegs de.euronews.com
    Coronavirus: Hunderte Fälle im EU-Parlament in letzten Wochen orf.at

    Θ STADT & LEBEN

    Polizeitaktik verworfen: Ein aus Togo stammender Mann, der auf St. Pauli wohnt, wurde mehrfach ohne besonderen Grund von der Polizei kontrolliert. Dagegen hat der Mann nun erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht geklagt. Hintergrund ist, dass die Polizei auf St. Pauli massiv gegen Kleindealer vorgeht, die zumeist aus Afrika stammen. Bei dem 35-Jährigen habe es dafür aber keinen Verdacht gegeben. Die Polizei hatte sich das Recht zur anlasslosen Kontrolle gegeben, indem sie das Gebiet zu einem „Gefährlichen Ort“ erklärt hatte. Das reiche nicht aus, argumentierte nun das Gericht. Durch die Urteilsbegründung vermied die Justiz zu beurteilen, ob die Kontrollen auch einen rassistischen Hintergrund hätten haben können.
    welt.de, mopo.de

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    Gehören Sie auch zu unseren Donnerstagsleser/Innen? Schon seit vielen Wochen schreiben wir an dieser Stelle regelmäßig zu Finanzthemen. Heute müssen wir Sie enttäuschen, keine Finanztipps und keine Hintergrundinformationen zur Finanzwelt. Wir meinen es wird endlich Zeit, dass Sie erfahren, wer ganz persönlich hinter der FINANZENLOUNGE und FORAIM steht. Dies und was wir Ihnen alles bieten, um Ihre privaten Finanzen zu optimieren, erfahren Sie hier auf unserer neuen Homepage. Nächste Woche nehmen wir uns persönlich dann wieder etwas zurück und Sie erhalten wie gewohnt Tipps und Hintergründe zu Finanzthemen, die für Ihren privaten wirtschaftlichen Erfolg wichtig sind.
    FORAIM

    Restaurant-Tipp – Spanisch in Barmbek: Normalerweise wird man herzlich empfangen in dieser kleinen spanische Exklave, des „Aqui Espana“ mitten in Barmbek. Hähnchen in Honigsauce, Albondigas (Fleischbällchen), Pulpo a la gallega (gerillter Tintenfisch) kommen frisch, zart und würzig nicht mehr auf den Tisch, aber in die Verpackung zum Abholen. Dazu gibt es Klassiker wie Pimientos de Padron (kleine Bratpaprika), Papas arrugadas („Schrumpelkartoffeln“ in Salzkruste ), Tortilla aber auch ungewöhnlichere Tapas wie Berenjena Frita (frittierte Aubergine mit Honig) und warmer Ziegenkäse mit Birne und Rotwein.
    hamburg.de

    Europa nach der US-Wahl: Nach vier Jahren Trump übernehmen die Demokraten wieder das Weiße Haus, voraussichtlich jedoch ohne Mehrheit im Senat. Was bedeutet der Machtwechsel in den USA für Europa – insbesondere in Bezug auf Digitalpolitik? Braucht Europa mehr digitale Souveränität? Und welche Rolle spielt China? Darüber diskutiert Geraldine de Bastion bei der Bucerius Lab Digital Lunch Session #8 mit der ehem. EU-Abgeordneten Julia Reda, Dr. Heinrich Wefing, Ressortleiter Politik der ZEIT, Noah Barkin, Managing Editor Rhodium Group und GMF-Follow, sowie Gerd Hoppe, Mitglied der Geschäftsführung, Beckhoff Automation. Um 12.30 Uhr bei Zoom.
    buceriuslab.de

    Θ FOFFTEIN

    #hotelsforhomeless: So nennt sich eine Hamburger Initiative, die es Obdachlosen ermöglichen soll, den Corona-Winter in wohl ohnehin ungenutzten Fremdenzimmern zu verbringen. Hinter dem Vorhaben stehen unter anderem Hinz&Kunzt, der FC St. Pauli und Hanseatic Help, mithin die Speerspitze des guten Tuns in dieser Stadt. Alexander Otto und Lars Meier mischen bestimmt irgendwo auch mit. Weil die Sozialbehörde die Aktion nicht unterstützen will, rufen die Organisationen nun zu privaten Spenden auf, um das Vorhaben zu ermöglichen. Ein Großsponsor hatte eine ähnliche Aktion im ersten Lockdown finanziert, die alle Beteiligten als sehr erfolgreich bilanziert hatten. 50.000 Euro stehen nun schon wieder bereit, die zehn Obdachlosen ein Quartier bis Ende März ermöglichen.
    hinzundkunzt.de

    Heute findet die jährliche Flutschutzübung statt und die Schotten am Hafen werden dicht gemacht. Wir wünschen Ihnen einen schönen Donnerstag.

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