Montag, 23. November 2020
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    Rebellin der Kunst

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    Mit den neuen Motiven ihrer “Covid Serie” steht die Künstlerin Kristin Kossi im Mittelpunkt der Anfang Dezember stattfindenden Ausstellung ALL YOU CAN ART. Wir wollten mehr über die Unikate erfahren und haben nachgefragt, wer die kreative Hamburgerin jenseits des Rampenlichts wirklich ist.

    Mit Ihrer aktuellen „Covid Serie“ sind Sie Teil der ALL YOU CAN ART Ausstellung „Highlight“. Auf diesen Bildern sind verschwommene Parfum-Flacons zu erkennen. Was hat sie inspiriert?
    Meine Covid Serie besteht aus verschwommenen Flacons, die „Anti Covid Vaccine“ darstellen. Eine Impfschutz- Illusion im Kampf gegen Corona gefangen in einem ikonischen Parfum – eine Satire des Jahres 2020 und eine bunt ironische Anspielung auf die derzeitige Situation.

    Nun leben wir schon seit März in dieser außergewöhnlichen Situation. Wie hat sich das letzte dreiviertel Jahr auf Sie beruflich, persönlich und auf Ihre Kreativität ausgewirkt?
    Die Inspiration war gewaltig! Ich habe den Lockdown für mich als sehr produktiv und kreativ empfunden. Es war schön meine Energie zu 100% der Malerei widmen können. Ich habe mich kritisch, aber auch mit Humor mit der Corona Krise auseinander gesetzt und viel positive Kundenresonanz erhalten, was mich motiviert hat weiter zu machen. Das Thema Klopapier, Maskenpflicht, Impfstoff und Bargeld wurde in meinen Werken mit frechen Botschaften auf humorvolle Art kreativ dargestellt.

    Als wild, dynamisch und zwischen Realismus und Pop-Art wird Ihr Stil beschrieben – wie würden Sie diesen selbst beschreiben?
    Es ist sehr schwierig meinen Stil zu beschreiben! Es ist eine Mischung aus Graffiti- und Pop Art Kunst. Mein Arbeiten sind urban, expressiv und Energie geladen weil ich sehr locker und frei arbeite. Es wird gesprüht, mit Farben geschmissen, mit Acryl und Öl in dicken Schichten gemalt.

    Oftmals kommentieren und bewerten Betrachter natürlich Werke. Ist es auch schon einmal vorgekommen, dass Sie dachten „Nein, also ich wollte mit diesem Kunstwerk etwas ganz anderes sagen“?
    Eigentlich nicht, denn das was ich mit meinen Werken aussagen möchte ist meistens sehr eindeutig! Anders als zum Beispiel bei abstrakter Kunst, sprechen meine Bilder für sich. Ich möchte mein Publikum mitreißen, meine Kunst soll Spaß machen auch wenn sie provoziert.

    Was malen Sie persönlich am liebsten?
    Die Sujets wähle ich ganz intuitiv aus, meine Inspiration finde ich in Musik, Lifestyle und dem was Menschen bewegt. Zu meinen Lieblingsmotiven gehören Comics, wie z. B Mickey Mouse, Bugs Bunny oder Onkel Dagobert, die ich dann aus dem gewohnten Kontext nehme und ungewöhnlich darstelle.

    Kristin Kossi wurde vielen Hamburgern vor allem dadurch bekannt, dass sie eine zeitlang mit dem Ex-HSVer Thomas Doll leiert war. Aber wie heißt es zu recht so schön – andere können dir Türen öffnen, durchgehen musst du selbst. Mit ihrer Kunst hat das ehemalige Model das schon längst geschafft. © Robert Grischek

    Würden Sie behaupten, dass sich Ihr Stil in den letzten Jahren verändert hat und mögen Sie die Bilder heute noch, die Sie beispielsweise direkt am Anfang gemalt haben?
    Ja definitiv mein Stil hat sich über die Jahre weiterentwickelt. Ich mag immer noch die Bilder von früher, ich finde dass die Technik jetzt komplexer und die Themen noch spannender geworden sind. Es ist aber schon eine Herausforderung den eigenen künstlerischen Wiedererkennungswert zu behalten und sich trotzdem stets weiterzuentwickeln und immer wieder neu zu überraschen. Ich denke das ist mir bis jetzt gelungen.

    Unabhängig von Ihrer Kunst – wie ist Ihre Persönlichkeit, wenn niemand hinschaut?
    Ich würde mich als entspannt, humorvoll, aber auch rebellisch beschreiben. Werte wie Ehrlichkeit, und Zuverlässigkeit sind mir sehr wichtig. Ich habe einen hohen Schaffensdrang und meine wilde Seite lasse ich gern in meinen Bildern aus!

    Was machen Sie als erstes, wenn „Corona vorbei ist“?
    Die Masken wegschmeißen und endlich wieder verreisen!

    Kossi mag es bunt und quirlig. Ein möglicher Grund: “Innere Unruhe ist die Energiequelle für meine Bilder”, hat sie mal gesagt. Man glaubt es ihr sofort. © hfr


    Wenn Sie Lust haben, sich diese und Bilder weiterer Künster*innen live anzusehen – die Ausstellung ALL YOU CAN ART findet statt!

    Ausstellungsdauer 01. – 05.12.2020
    Öffnungszeiten jeweils 11 – 20 Uhr
    Wo? Brooktorkai 20

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