Mittwoch, 5. Oktober 2022
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    Statement zum Jungbullen „Goofy“

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    Gestern ist das ALSTERTAL MAGAZIN 12 als ePaper und heute als Printausgabe erschienen. Einer von vielen spannenden Beiträgen ist „Skandal um ‚Goofy'“. Er befasst sich mit einem Tauziehen um den Jungbullen „Goofy“. Den haben Schüler des Walddörfer Gymnasiums vor etwa einem Jahr von einer Klassenreise aus dem Zillertal „mit ins Museumsdorf Volksdorf gebracht“. Er sollte im Rahmen eines Schulprojektes geschlachtet werden. Tierschützer schlugen Alarm. Hier geht es zum Artikel im Magazin. Lesen Sie dazu ein Statement, das uns der SPD-Wahlkreisabgeordnete Tim Stoberock geschickt hat:

    „Es war ein tolles Projekt von Volksdorfer Schülern, die über zwei Jahre hinweg von der Geburt  einen Jungbullen begleitet haben und dabei viel über den bewussten Umgang mit Fleisch, über Tiere und die Landwirtschaft gelernt haben! Die Schüler haben seitdem das Kalb nach Volksdorf gezogen ist, viel darüber gelernt was es bedeutet Fleisch zu essen, mit allen Konsequenzen dazu. Aber auch der Umgang mit einem Tier, die Verantwortung und die Pflege. Und es freut mich auch für Goofy, der schon jetzt ein besseres Leben hatte, als die allermeisten anderen seiner Artgenossen. Was ich aber nicht nachvollziehen kann, ist dass Jugendliche von Erwachsenen beleidigt, gemobbt und an den Internetpranger gestellt werden. Schade, dass Menschen, die sich als Tierfreunde bezeichnen, keine Empathie für den jungen Homo Sapiens aufbringen. Ich würde allen militanten Tierschützern raten, sich stattdessen lieber dafür einzusetzen, dass die unsägliche Produktionskette für Fleisch, die auch tierethisch nicht zu vertreten ist, verändert wird.

    Denn in Urwaldregionen wird für Flächen zur Erzeugung von Futtermitteln gerodet und damit die Biodiversität zerstört. Besonders Soja wird mittels Schweröl angetriebener Schiffe nach Europa transportiert und dann unter unwürdigsten Bedingungen an Nutztiere verfüttert. Die Böden sind in den Schwerpunktregionen verseucht und das Grundwasser belastet. Dazu kommt der massenhafte Einsatz von Antibiotika. Die Rinder, Schweine und das Geflügel werden dann von Arbeitern aus Osteuropa ausbeuterisch, unter menschenunwürdigen Bedingungen geschlachtet und zerlegt, um dann zu einem erheblichen Teil nach Asien, vor allen Dingen China exportiert zu werden, wiederum von Schweröl angetriebenen Schiffen. Man sieht, es gibt also viel Besseres zu tun für militante Tierschützer, als engagierten Jugendliche zu diffamieren“, Tim Stoberock (SPD).

    Hier geht es zum Artikel im Magazin

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    Kai Wehl
    Chefredakteur von Alster und Alstertal Magazin
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