Donnerstag, 8. Dezember 2022
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    Neues von den Baumaßnahmen an der Wellingsbütteler Landstraße

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    Fünf Jahre Straßenbau & Co verbunden mit einer fünfjährigen Vollsperrung und vielen Bauabschnitten – auf Wellingsbüttel kommt was zu. Lesen Sie hier eine Pressmitteilung des Senats und das Ergebnis einer Anfrage der CDU-Bezirkfraktion …

    Pressemeldung des Hamburger Senats:

    An der Wellingsbütteler Landstraße werden im Zuge einer koordinierten Baumaßnahme durch die städtischen Leitungsbauunternehmen ab Frühjahr 2022 die alten Siele erneuert und gleichzeitig Strom- und Gasleitungen ausgetauscht und Verbesserungen für die Verkehrsinfrastruktur realisiert. Beteiligt sind der Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) sowie Hamburg Wasser, Stromnetz Hamburg und Gasnetz Hamburg. Durch neue Siele werden nach Starkregen Brauchwasserüberläufe in die Alster verhindert.

    Der Zeitplan für die Baumaßnahmen in der Wellingsbütteler Landstraße ist mit umliegenden S-Bahn-Brückenbauarbeiten der Deutschen Bahn in den Bezirken Wandsbek und Nord koordiniert. Alle Leitungsbauarbeiten werden eng zwischen den beteiligten Gewerken und Unternehmen koordiniert. Dadurch wird die Bauzeit so kurz wie möglich gehalten, die temporären Einschränkungen für alle Verkehrsteilnehmenden und Anwohnenden sollen so gering wie möglich sein.

    Der LSBG wird ab Frühjahr 2022 mit der Instandsetzung und Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur in der Wellingsbütteler Landstraße beginnen. Das grundlegende Ziel ist es, die Straßenquerschnitte zu optimieren, das heißt es werden regelkonforme Radverkehrsanlagen und Gehwege unter besonderer Berücksichtigung des vorhandenen Baumbestandes gebaut. Außerdem wird die Fahrbahn saniert und die Ampelschaltungen und die Beleuchtung werden ebenfalls optimiert. Für die Wellingsbütteler Landstraße ist zusätzlich im Rahmen des „Hamburg Taktes“ zukünftig eine Buslinie im 20-Minuten-Takt geplant.

    Neben der Instandsetzung und Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur durch den LSBG werden ab dem Frühjahr 2022 durch HAMBURG WASSER Trinkwasser- und Abwasserleitungen saniert. Im Wesentlichen werden ein rund 90 Jahre altes Mischwassersiel und die dazugehörigen Zuläufe in die Alster erneuert – und die Kapazität vergrößert. So kann die Wahrscheinlichkeit von Überläufen in die Alster bei Starkregenereignissen in Zukunft gesenkt werden. Zusätzlich verläuft in der Wellingsbütteler Landstraße eine wichtige Trinkwasserhauptleitung, die den Hamburger Norden versorgt. Diese Leitung ist bruchgefährdet und muss ebenfalls erneuert werden. Diese umfangreichen Leitungsarbeiten werden eng mit den Straßenarbeiten des LSBG abgestimmt.

    Der Baumbestand an der Wellingsbütteler Landstraße, die durch ihren Alleecharakter geprägt ist, soll weitgehend erhalten bleiben.

    Vorbereitende Arbeiten finden bereits statt. So erneuern etwa die städtische Stromnetz Hamburg GmbH und die Gasnetz Hamburg GmbH derzeit in der Wellingsbütteler Landstraße zahlreiche Hausanschlüsse. Die Anlieger wurden bereits vorab informiert. Anwohnerinnen und Anwohner sowie alle Personen mit einem Anliegen, Rettungskräfte und Pflegedienste werden auch während dieser Arbeiten ihre Häuser erreichen.

    Der städtische Netzbetreiber Gasnetz Hamburg GmbH (GNH) ist an den ersten fünf der neun Abschnitte im Bauprojekt Wellingsbütteler Landstraße/ Wellingsbütteler Weg beteiligt. Das Unternehmen tauscht hier alte Gasleitungen, die aufgrund besserer Haltbarkeit die Gasversorgung auch künftig zuverlässig macht. Größere Leitungsdurchmesser an vielen Abschnitten sollen das Netz für künftige und aktuelle Anforderungen ertüchtigen. Im zweiten Bauabschnitt erhalten die Gasrohre eine neue Trassenführung, um Platz für den dort veränderten Straßenbau zu schaffen. Im Verlauf der Baumaßnahme erneuert Gasnetz Hamburg dabei rund zwei Kilometer an Niederdruck- und 300 Meter an Hochdruck-Leitungen. Die Modernisierung betrifft auch Anschlüsse an Gebäuden. Während der Bauarbeiten wird das Unternehmen die Versorgung einzelner Haushalte kurzzeitig unterbrechen müssen. Betroffene Anlieger erhalten darüber rechtzeitig detaillierte Informationen. Weil die Gasleitungen hier zumeist im Straßenkörper in einer Tiefe über einem Meter verlaufen, beginnen für Gasnetz GmbH die Arbeiten in der Regel dann, wenn die noch tiefer liegenden Siel-Erneuerungen und andere Tiefbauarbeiten abgeschlossen sind.

    Im Zuge der Straßenbaumaßnahme des LSBG wird der städtische Netzbetreiber Stromnetz Hamburg GmbH (SNH) neue Mittel- und Niederspannungskabel zur Versorgung des gesamten Gebietes verlegen. Das betrifft den Bereich der Wellingsbütteler Landstraße und des Wellingsbüttler Weg von der Fuhlsbüttler Straße bis zur Rolfinckstraße. Die Stromkabel, die in den Nebenflächen (Fußgängerwege) liegen, werden durch neue Kunststoffkabel ersetzt, um die zukünftigen Ansprüche einer weiterhin gesicherten Stromversorgung zu gewährleisten. Zusätzlich werden bei den Arbeiten Leerrohre verlegt, um bei einem späteren Ausbau des Stromnetzes weitere Kabel problemlos einziehen zu können. Während der Baumaßnahmen wird kurzzeitig die Versorgung einzelner Haushalte unterbrochen, um die Montage an das neue Leitungsnetz zu ermöglichen. Als vorbereitende Maßnahmen werden in der Wellingsbütteler Landstraße und des Wellingsbüttler Weges zahlreiche Hausanschlüsse erneuert. Die betroffenen Anlieger wurden bereits darüber informiert.

    Hier die Stellungnahme der Stadt auf eine Anfrage der CDU-Bezirksfraktion. Drucksachen-Nr.: 21-2198 vom 1. April:

    Baubeginn Grundsanierung Wellingsbütteler Landstraße verschoben Anfrage gem. § 27 BezVG

    Sachverhalt:

    Laut einer Pressemitteilung des LSBG ist der für Sommer 2021 vorgesehene Baubeginn der fünfjährigen Grundsanierung Wellingsbütteler Landstraße verschoben. Baubeginn soll nun im Frühjahr 2022 sein.

    Vor diesem Hintergrund fragen wir (Mitglieder der CDU-Bezirksfraktion, Anm.d.Red.) die zuständige Behörde:

    1. Warum wurde der Baubeginn verschoben?

    Stellungnahme der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende:

    Siehe Drs. 22/3961, und https://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/14996520/2021-03-31-bvmwellingsbuetteler-landstrasse/

    2. Wann wurde die Auswertung der Online-Beteiligung abgeschlossen und mit welchem Ergebnis? Wenn nein, warum nicht?

    Siehe Drs. 22/2869.

    Die Abwägungen zur Online-Beteiligung werden gemeinsam mit den Zweitverschickungsunterlagen auf der entsprechenden Webseite des LSBG zur Wellingsbütteler Landstraße veröffentlicht werden, https://lsbg.hamburg.de/wellingsbuetteler-landstrasse/14247548/wellingsbuettelerlandstrasse/

    3. Wie sieht der neue Zeitplan der an der Grundsanierung beteiligten Leitungsunternehmen Gasnetz Hamburg, Stromnetz Hamburg und HAMBURG WASSER aus?

    Siehe Drs. 22/3961, und https://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/14996520/2021-03-31-bvmwellingsbuetteler-landstrasse/

    4. Ist die Trinkwasserhauptleitung, die den Hamburger Norden versorgt, bruchgefährdet?

    Wenn ja, wann wurde dies festgestellt?

    Bei der Trinkwasserhauptleitung mit einem Durchmesser von 300 mm in der Wellingsbütteler Landstraße und dem Wellingsbütteler Weg handelt es sich um eine alte Graugussleitung, die in den Jahren 1925 bis 1934 verlegt wurde.

    Die Bruchgefahr entsteht erst durch die geplanten Siel- und Straßenbauarbeiten. Einerseits verläuft die alte Trinkwasserhauptleitung in der Wellingsbütteler Landstraße in unmittelbarer Nähe parallel zur Sielleitung und läge somit im Einflussbereich der Bauarbeiten dieser Leitung, anderseits ist die Leitung durch die erforderliche Auskofferung und anschließenden Verdichtung für den Straßenbau gefährdet.

    5. Soll der gesamte Baumbestand an der Wellingsbütteler Landstraße erhalten bleiben?

    Nein. Es müssen leider einige Bäume gefällt werden. Hierfür werden Ausgleichspflanzungen vorgesehen werden.

    6. Gibt es neue Erkenntnisse zum Thema

    a: alternativer Führungen für den Radverkehr

    b: sichererer Schulweg

    Siehe Drs. 22/2961.

    6. Gibt es mittlerweile ein Verkehrskonzept für die Zeit der Baumaßnahmen und Vollsperrung?

    Das Verkehrskonzept lag schon bei der Vorstellung im Regionalausschuss FOLAG im September 2020 vor. Es wird unter Vollsperrung in Abschnitten gearbeitet werden. Die Umleitung in beide Richtungen wird über die Straßen Ratsmühlendamm, Brombeerweg, Alte Landstraße, Poppenbütteler Weg, Saseler Damm und Poppenbüttler Landstraße erfolgen. Anliegende werden ihre Grundstücke stets erreichen. Einzelne Tage, an denen dies nicht möglich sein wird, werden die Ausnahme sein und die Anliegenden werden vorab informiert. Das Ein- und Ausfahren in die Wellingsbütteler Landstraße von Süden (Fuhlsbüttler Straße) wird über die kompletten fünf Jahre Bauzeit unterbunden werden, um Schleichverkehre in den Nebenstraßen von Klein Borstel und Wellingsbüttel zu verhindern. Für den Rad- und Fußverkehr werden über die gesamte Bauzeit durchgehende Wege neben der Baustelle zur Verfügung gestellt.

    7. Bleibt es bei den bisher geplanten fünf Bauabschnitten?

    Es sind neun Bauabschnitte geplant, die teilweise zeitgleich bearbeitet werden.

    8. Welche Arbeiten sollen trotz der Bauzeitverschiebung vorher stattfinden?

    Bis zum Baustart im März 2022 werden lediglich Hausanschlüsse erneuert. Diese Arbeiten finden aber ausschließlich auf den Privatgrundstücken statt.

    10. Wie will die DB Netz AG sicherstellen, dass die Erneuerung der Eisenbahnbrücken nicht mit der Vollsperrung der Wellingsbütteler Landstr. sowie des Wellingsbüttler Wegs zusammenfällt?

    a. Wie weit sind die Planungen hinsichtlich Zeitraum Erneuerung der Brücken?

    Die Vorentwurfsplanung für die Eisenbahnüberführungen (EÜ) steht kurz vor dem Abschluss.

    b. Wann erfolgt die Vorstellung der Maßnahme in den politischen Gremien?

    Die Vorstellung der Maßnahmen in den politischen Gremien erfolgt voraussichtlich ab Herbst 2021.

    11. Werden die geplanten Baumaßnahmen der U5 im Bereich Nordheimstr./Fuhlsbüttler Str. bei dieser Terminverschiebung mitbedacht? Wenn ja, mit welchem Ergebnis?

    Ja. Sämtliche Baumaßnahmen im Umfeld der Wellingsbütteler Landstraße, die Einfluss auf den Verkehrsfluss haben werden, sind bei der Koordination der Bauzeiten berücksichtigt worden. Im Ergebnis werden die Maßnahmen als miteinander verträglich eingeschätzt.

    Dr. Andreas Schott CDU-Fraktionsvorsitzender, Martina Lütjens, Caroline Mücke-Kemp

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    Kai Wehl
    Chefredakteur von Alster und Alstertal Magazin
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