Fotowettbewerb an Schulen: der Norden räumt ab

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Unter dem Motto „Die Zeit fließt“ haben die Kultur- und die Schul-Behörde gemeinsam zum 9. Mal den Fotowettbewerb für Schülerinnen und Schüler an Hamburger Schulen initiiert. 507 Fotos von SchülerInnen aus 42  Schulen von Jahrgang 1 bis 13 wurden eingereicht. Die prämierten Fotos – auch aus dem Alstertal und den Walddörfern – sind jetzt zu sehen. 

Das Thema „Die Zeit fließt“ bot den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern für die kreative Umsetzung einen breiten Spielraum: Die Veränderung von Natur, Mensch und Gegenständen sowie die Inszenierung des Begriffs „Zeit“ bot für alle Jahrgangsstufen ab der Grundschule einen vielfältigen künstlerischen Zugang. Die Schülerinnen und Schüler experimentierten mit Langzeitbelichtungen, Bewegungen und unterschiedlichen Perspektiven. Dabei stellten sie Fragen wie: „Was ist Zeit? Bewegt sich die Zeit? Ist die Gegenwart wichtiger als die Vergangenheit? Haben wir genug oder zu wenig Zeit?“ in den Mittelpunkt ihrer Fotografien.

„Sie und ich“ von Io Göhring, Rudolf Steiner Schule Hamburg-Bergstedt, 13. Klasse.  Die Jury: Das Foto lädt die Betrachtenden mit einer formal und farblich sehr gut gelungenen Überlagerung gleich auf einen zweiten Blick ein. Das Doppelportrait der beiden Frauen hat eine poetische Qualität, die die Zeit tatsächlich visuell fließen lässt. © Io Göhring
„Reste des Lebens“, Pitt Streitenfeld, Fridtjof-Nansen-Schule, 1. Klasse. Die Jury: Der Fotograf hat sich intensiv mit dem Thema Zeit und der Vergänglichkeit von Leben auseinandergesetzt. Er hat die Knochen und Skelette formatfüllend sehr lebendig in Szene gesetzt. Das Skelett schaut den Betrachter an und es wirkt, als wäre es lebendig und würde im nächsten Moment aus dem Bild rausspringen. © Pitt Streitenfeld
„Nutzung altert“, Jesko Clausen, Gymnasium Buckhorn, 9. Klasse.  Die Jury: Eine auf den ersten Blick unscheinbare Alltagssituation, bei der man sich fragt: Was ist über die Zeit passiert? Wurden aus Ärger Schläger aufs Eck gehauen? Hockte der eine oder andere quatschend auf der Platte und pulte selbstvergessen Stückchen raus? Die Ecke könnte viele Geschichten erzählen. © Jesko Clausen

Eine Besonderheit des Fotowettbewerbes ist die Möglichkeit, dass Hamburger Fotografinnen und Fotografen den Wettbewerb in den Klassen begleiten und bei Einführungen und gemeinsamen Bildbesprechungen den Schülerinnen und Schülern den Unterschied zwischen spontanen Schnappschüssen und konzeptioneller Fotografie vermitteln sowie Fototechniken und Ästhetik näherbringen. Im Rahmen des aktuellen Wettbewerbs wurden die Workshops von den Hamburger Fotografinnen und Fotografen Isadora Tast, Tim Fulda, Julia Knop, Olaf Tamm und Valerie Wagner durchgeführt. Aus allen Einreichungen kürte die Jury insgesamt acht Preisträgerinnen und Preisträger aus unterschiedlichen Jahrgängen – gleich vier kommen aus dem Alstertal und den Walddörfern. Der jüngste Preisträger ist Pitt Streitenfeld aus der 1. Klasse der Fridtjof-Nansen-Schule mit seinem Foto „Reste des Lebens“, das Foto der ältesten Preisträgerin – „Sie und ich“ – stammt von Io Göhring aus der 13. Klasse der Rudolf Steiner Schule Hamburg-Bergstedt. Alle Preisträgerinnen und Preisträger gibt‘s HIER zu sehen.

TIPP: Die von der Jury ausgewählten Fotos des 9. Fotowettbewerb an Hamburger Schulen „Die Zeit fließt“ sind bis zum 27. August, im DOCK des Altonaer Museums zu sehen, der Eintritt ist frei. Mehr Infos HIER.